Kabinett, Erleichterungen

Kabinett befasst sich mit Erleichterungen fĂŒr HausĂ€rzte

22.05.2024 - 05:50:04

Das Bundeskabinett befasst sich am Mittwoch (11.00 Uhr) mit einer stÀrkeren Absicherung der Gesundheitsversorgung vor Ort.

Dazu soll ein Gesetzentwurf von Minister Karl Lauterbach (SPD) auf den Weg gebracht werden, der bessere Arbeitsbedingungen fĂŒr HausĂ€rztinnen und HausĂ€rzte vorsieht. FĂŒr sie sollen wie schon fĂŒr KinderĂ€rzte Obergrenzen bei der VergĂŒtung aufgehoben werden. EingefĂŒhrt werden soll eine Jahrespauschale zur Behandlung chronisch kranker Patienten, die stĂ€ndig Arzneimittel nehmen. Dies soll Praxisbesuche nur zum Rezepte abholen vermeiden und mehr BehandlungsfreirĂ€ume schaffen. Hintergrund ist auch, das Praxisnetz angesichts einer weiteren Ruhestandswelle zu erhalten.

Das Kabinett will zudem höhere HĂŒrden fĂŒr die Herausgabe von Meldedaten wie der Anschrift beschließen. Mit der Reform des Bundesmeldegesetzes sollen bedrohte und gefĂ€hrdete Menschen besser geschĂŒtzt werden. So sollen die Anforderungen an die Herausgabe von Daten durch eine einfache Melderegisterauskunft steigen. FĂŒr MandatstrĂ€ger wie zum Beispiel Abgeordnete soll eine Auskunftssperre kommen. Zudem sollen solche Sperren kĂŒnftig vier statt zwei Jahre dauern.

Die Bundesregierung soll zudem ein Papier mit dem Namen "Gemeinsam fĂŒr Demokratie und gegen Extremismus ? Strategie der Bundesregierung fĂŒr eine starke, wehrhafte Demokratie und fĂŒr eine offene und vielfĂ€ltige Gesellschaft" beschließen, die Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) erarbeitet hat. Es soll darin sowohl um politische Bildung und die Förderung von Engagement und Zusammenhalt gehen als auch um Maßnahmen gegen Extremismus.

@ dpa.de