Bundestag, Frauen

Im nÀchsten Bundestag sitzen weniger Frauen

24.02.2025 - 15:36:34

Das vorlÀufige Ergebnis der Bundestagswahl steht. Welche Parteien einziehen, ist klar. Aber wie schneidet der nÀchste Bundestag bei Frauenquote und Alter ab?

Der frisch gewÀhlte Bundestag wird voraussichtlich eine niedrigere Frauenquote haben als der vorherige. Mit der Neuverteilung der Mandate sitzen im neuen Bundestag 204 weibliche Abgeordnete und damit 32,4 Prozent, wie aus Auswertungen der Bundeswahlleiterin hervorgeht. Auch in der vorherigen Legislaturperiode waren Frauen im Bundestag mit zuletzt rund 35 Prozent deutlich unterreprÀsentiert. 

Insgesamt ziehen 630 Abgeordnete in den neuen Bundestag ein. In der vergangenen Legislatur waren es noch 735, davon 257 Frauen und 478 MĂ€nner. Grund fĂŒr die Verkleinerung des Bundestags ist eine Wahlrechtsreform.

AfD und Union besonders mÀnnerlastig

Besonders deutlich ist der Geschlechterunterschied bei AfD und Union. Bei der AfD sind rund 12 Prozent der Parlamentarier weiblich, darunter auch AfD-Chefin Alice Weidel. In der Union sind 23 Prozent der Abgeordneten Frauen.

Bei Linken und GrĂŒnen sind mit jeweils rund 56 und 61 Prozent mehr Frauen als MĂ€nner vertreten. Bei der SPD fĂ€llt das GeschlechterverhĂ€ltnis mit rund 42 zu 58 Prozent leicht zugunsten der MĂ€nner aus.

Durchschnitts-Parlamentarier ist 47 Jahre alt

Im Durchschnitt sind die frisch gewÀhlten Abgeordneten rund 47 Jahre alt. Das Durchschnittsalter im Bundestag bleibt damit auf dem Niveau von 2021. Am hÀufigsten ist die Altersgruppe der 50- bis 59-JÀhrigen mit knapp einem Drittel (30 Prozent) vertreten. Zwischen 40 und 49 Jahren sind rund 28 Prozent. Die Altersgruppe der unter 30-JÀhrigen ist am wenigsten vertreten und macht rund 5 Prozent aus.

Am jĂŒngsten sind die Abgeordneten der Linken und GrĂŒnen mit jeweils im Schnitt rund 42 Jahren. Deutlich Ă€lter sind die Abgeordneten der AfD mit 51 Jahren. SPD und Union kommen jeweils auf einen Durchschnitt von rund 48 Jahren.

230 Politikerinnen und Politiker und damit rund 37 Prozent ziehen erstmals in den Bundestag ein. Die anderen 400 waren vormals bereits Mitglieder des Deutschen Bundestags.

@ dpa.de