Gesundheit, Gesellschaft

Ex-Politiker Roth fordert Ausbau der Psychotherapie-Strukturen

18.09.2025 - 00:00:00

Der frühere SPD-Außenpolitiker Michael Roth hat eine Enttabuisierung psychischer Krankheiten und bessere psychotherapeutische Versorgungsstrukturen gefordert.

"Es ist dringend nötig, die Therapiestrukturen deutlich auszubauen", sagte Roth dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". "Sie dürfen psychische Probleme nicht bei sich selber, bei der Familie oder Freunden abladen. Aber es gibt zu wenig Fachleute in der Fläche, das muss sich dringend ändern." Zudem müsse sich ein anderes Bewusstsein durchsetzen.

"Mit einer psychischen Erkrankung wird man in Deutschland als unbrauchbar abgestempelt. Man kann nicht Beamter werden, wenn man angibt, in therapeutischer Behandlung gewesen zu sein. Als Minister müsste man vermutlich zurücktreten. Das verleitet zum Lügen. Das ist ein Skandal. Eine psychische Krankheit heißt ja nicht, dass man nicht leistungsfähig ist", sagte Roth. Roth hatte als Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses in der vergangenen Wahlperiode psychische Probleme öffentlich gemacht und Anfang des Jahres nicht erneut für den Bundestag kandidiert. Am Donnerstag erscheint sein autobiografisches Buch "Zonen der Angst".

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Krebssterblichkeit sinkt in fast allen Altersgruppen. Doch Krebs bleibt zweithäufigste Todesursache - vor allem wegen einer Variante. Das Statistische Bundesamt vergleicht die Situation bei Krebs mit der vor 20 Jahren und sieht viele positive Trends. (Wissenschaft, 02.02.2026 - 11:35) weiterlesen...

Altersstandardisierte Krebsmortalität in Deutschland sinkt. Doch Krebs bleibt zweithäufigste Todesursache - vor allem wegen einer Variante. Das Statistische Bundesamt vergleicht die Situation bei Krebs mit der vor 20 Jahren - und sieht viele positive Trends. (Wissenschaft, 02.02.2026 - 10:44) weiterlesen...

Umfrage: Senioren befürworten digitale Gesundheitslösungen Die Mehrheit der Senioren in Deutschland sieht digitale Gesundheitsangebote als große Chance. (Sonstige, 02.02.2026 - 09:46) weiterlesen...

Sterblichkeit aufgrund von Krebs geht zurück Krebs führt gerade bei Menschen im jüngeren und mittleren Alter seltener zum Tod als noch vor 20 Jahren, auch wenn insgesamt die Zahl der an Krebs Gestorbenen steigt.230.400 Menschen in Deutschland sind im Jahr 2024 an Krebs gestorben, das waren 10,1 Prozent mehr als im Jahr 2004 (209.300), wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mitteilte. (Sonstige, 02.02.2026 - 08:08) weiterlesen...

Sehr früh aufstehen? Schlafexperten warnen vor dem Trend Ist frühes Aufstehen der Schlüssel zu einem erfüllten Leben? Warum das Trend-Rezept vom Frühaufstehen zum Gesundheitsrisiko werden kann – und was wirklich für erholsamen Schlaf zählt. (Wissenschaft, 02.02.2026 - 05:00) weiterlesen...

Rotes Kreuz fordert Selbstschutzunterricht für Kinder Der NRW-Landesbeauftragte des Deutschen Roten Kreuzes für den Bevölkerungsschutz, Uwe Krischer, warnt davor, dass weite Teile der Bevölkerung trotz der ernsten Sicherheitslage nicht auf Krieg und andere große Krisen vorbereitet seien. (Sonstige, 02.02.2026 - 05:00) weiterlesen...