Parteien, Gesundheit

SPD weist Unionsforderungen zur Pflegefinanzierung zurück

02.06.2026 - 11:48:51 | dts-nachrichtenagentur.de

Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Christos Pantazis, hat Forderungen aus der Unionsfraktion für eine stärkere Heranziehung gutverdienender Angehöriger für die Pflege-Finanzierung zurückgewiesen."Pflege ist ein allgemeines Lebensrisiko und keine private Verantwortung einzelner Familien", sagte Pantazis der "Rheinischen Post".

Pflegebeauftragte gegen ersatzlose Streichung der 100.000-Euro-Grenze
Parteien - Seniorin mit Helferin (Archiv) 02.06.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur
"Wer die Debatte vor allem über Vermögenszugriffe, Erbschaften und eine stärkere Heranziehung von Angehörigen führt, greift aus meiner Sicht zu kurz."

Denn wer sein Leben lang Rücklagen bilde, solle nicht befürchten müssen, dass diese im Pflegefall schrittweise zur Ersatzfinanzierung struktureller Defizite herangezogen würden, so der SPD-Politiker. "Wir brauchen eine solidarische und nachhaltige Pflegereform, die soziale Sicherheit gewährleistet und nicht neue Abstiegsängste erzeugt", sagte Pantazis.

Zuletzt hatte Unionsfraktionsvize Albert Stegemann (CDU) vorgeschlagen, erwachsene Kinder künftig früher an den Kosten für die Pflege ihrer Eltern zu beteiligen. Auch hatte Stegemann gefordert, dass zur Finanzierung der Pflege auch Wohneigentum herangezogen werden sollte.

de | politik | 69469992 |

Weitere Meldungen

Pflegebeauftragte gegen ersatzlose Streichung der 100.000-Euro-Grenze Die Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Katrin Staffler (CSU), lehnt die Pläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) ab, die von der Ampel-Regierung eingeführte 100.000-Euro-Grenze beim Einkommen der Kinder von Pflegebedürftigen ersatzlos aufzuheben."Ich hielte es für falsch, die Grenze komplett wieder zu streichen", sagte Staffler dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". (Politik, 15.06.2026 - 00:00) weiterlesen...

Warken will private Pflegevorsorge steuerlich fördern Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) spricht sich für eine stärkere Förderung der privaten Pflegevorsorge aus. (Politik, 13.06.2026 - 09:55) weiterlesen...

Warken will Sozialbeiträge langfristig senken Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) setzt langfristig auf sinkende Beiträge in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. (Politik, 13.06.2026 - 07:03) weiterlesen...

Ex-Gesundheitsministerin warnt vor Kürzungen bei Behinderten Die Vorsitzende der Lebenshilfe und langjährige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) verweist in der aktuellen Debatte um Kürzungen bei der Eingliederungshilfe auf die NS-Zeit. (Politik, 13.06.2026 - 05:00) weiterlesen...

Thüringens Innenminister warnt vor Ängsten bei Sozialreformen Laut Thüringens Innenminister Georg Maier blicken viele Menschen in seinem Bundesland mit Sorge auf die geplanten Sozialreformen. (Politik, 12.06.2026 - 07:10) weiterlesen...

Ethikratsvorsitzender gegen Brandmauer bei medizinethischen Fragen Der Vorsitzende des Ethikrats, Helmut Frister, spricht sich dafür aus, bei Abstimmungen über bio- und medizinethische Anträge im Bundestag nicht vor Mehrheiten mit AfD-Abgeordneten zurückzuschrecken.Es sei möglich, "dass bei einer Abstimmung, in der die Fraktionsbindung aufgehoben ist, eine Mehrheit durch Stimmen ermöglicht wird, die von der AfD kommen", sagte Frister der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitagausgabe). (Politik, 12.06.2026 - 06:00) weiterlesen...