DFB-Pokal, VfB Stuttgart

DFB reagiert auf Undavs Schiri-Schelte und Freiburg-Frust

24.04.2026 - 12:34:27 | dpa.de

Der SC Freiburg fühlt sich um ein Tor betrogen. Stuttgart jubelt – aber selbst Undav als Sieger teilt gegen den Schiedsrichter aus und übt scharfe Kritik. Auch der DFB kommentiert die Szene.

  • Auch Deniz Undav kritisierte den Schiedsrichter. - Foto: Tom Weller/dpa
    Auch Deniz Undav kritisierte den Schiedsrichter. - Foto: Tom Weller/dpa
  • Der Treffer von Lucas Höler zählte nicht.  - Foto: Tom Weller/dpa
    Der Treffer von Lucas Höler zählte nicht. - Foto: Tom Weller/dpa
  • Für ihn war Hölers Tor regulär: Coach Julian Schuster.  - Foto: Tom Weller/dpa
    Für ihn war Hölers Tor regulär: Coach Julian Schuster. - Foto: Tom Weller/dpa
Auch Deniz Undav kritisierte den Schiedsrichter. - Foto: Tom Weller/dpa Der Treffer von Lucas Höler zählte nicht.  - Foto: Tom Weller/dpa Für ihn war Hölers Tor regulär: Coach Julian Schuster.  - Foto: Tom Weller/dpa

Das aberkannte Freiburger Tor im DFB-Pokal-Halbfinale beim VfB Stuttgart (1:2) hätte nach Ansicht des Deutschen Fußball-Bundes zählen müssen. Bei dem Duell in der ersten Minute der Verlängerung zwischen SC-Stürmer Lucas Höler und Jeff Chabot habe es sich um einen «robusten, aber regelkonformen Zweikampf» gehandelt, urteilte Marco Fritz, Leiter Regelauslegung und Evaluation in der DFB Schiri GmbH, auf Anfrage. 

Schiedsrichter Tobias Welz hatte auf Foul gegen VfB-Abwehrspieler Chabot entschieden, Hölers direkt danach erzieltes Tor zählte nicht. Es wäre das 2:1 für die Freiburger gewesen, die schließlich durch einen Treffer des Stuttgarter Jokers Tiago Tomas in der 119. Minute den Final-Einzug verpassten.

«In der Dynamik des Spiels hat der Schiedsrichter im Zweikampf zwischen Lucas Höler und Jeff Chabot einen regelwidrigen Armeinsatz von Höler wahrgenommen. Deshalb hat er auf Foulspiel entschieden und das Spiel unterbrochen», erklärte Fritz. «Mit den Fernsehbildern wäre es jedoch deutlich besser gewesen, das Duell als robusten, aber regelkonformen Zweikampf zu bewerten, die Partie weiterlaufen zu lassen und das unmittelbar folgende Tor von Höler zu geben.»

Undav: «Krasseren Fehler kannst du nicht machen als Schiri»

Sogar Stürmer Deniz Undav vom siegreichen VfB Stuttgart hatte die Schiedsrichter-Entscheidung scharf kritisiert. «Einen krasseren Fehler, glaube ich, kannst du nicht machen als Schiri. Gut für uns natürlich, aber das darfst du nie und nimmer wegpfeifen», sagte der Nationalspieler.

Auch Stuttgarts Coach Sebastian Hoeneß konnte Freiburgs Frust verstehen. «Die Situation darfst du nicht abpfeifen. Da hätten wir genauso reagiert, wie es die Freiburger getan haben», meinte er.

Höler empfindet Entscheidung als Frechheit

«Ich versuche einfach nur, meinen Körper reinzustellen. Für mich ist es absolut kein Foulspiel», sagte Höler beim TV-Sender Sky. Er hatte sofort nach der Szene Kontakt mit Schiedsrichter Welz. «Ich habe ihm gesagt, dass es eine Frechheit ist, das wegzupfeifen. Und er hat gesagt, dass es eine glasklare Entscheidung ist», berichtete Höler. Welz habe nicht mit sich reden lassen. «Also ich weiß nicht, was er in dieser Szene gesehen hat», sagte der Freiburger Stürmer.

Günter: «Dann muss ich hier und heute meine Karriere beenden»

«Wenn das ein Foul ist, dann muss ich, glaube ich, hier und heute meine Karriere beenden, weil das ist wirklich gar nichts», schimpfte SC-Kapitän Christian Günter. «Der läuft gegen einen 1,95-Mann, der fliegt einfach hin, und es ist niemals ein Foul.» Auch Freiburgs Trainer Julian Schuster hatte ein «reguläres» Tor erkannt.

Undav über den Schiedsrichter: «Ich mag den eh nicht»

Undav übte nach Spielende grundsätzliche Kritik an Welz, der seiner Meinung nach kein Fingerspitzengefühl für das emotionale Baden-Württemberg-Halbfinale gehabt habe. «Er hat das Spiel heute nicht richtig gut kontrollieren können. Er hat zu viele Gelbe Karten gegeben. Am Anfang vor allem irgendwelche Fouls gepfiffen, die keine Fouls waren», sagte der Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:1.

«Man kann auch nicht mit ihm reden», sagte Undav über den Unparteiischen Welz. «Ich mag den eh nicht. Wir hatten schon mal ein Problem.»

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