Frankreich, Militär

Bericht: Bund steigt mit 40 Prozent bei Panzerbauer KNDS ein

20.05.2026 - 21:07:31 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Bundesregierung hat sich offenbar nach monatelangen Verhandlungen auf einen großangelegten Einstieg beim deutsch-französischen Rüstungskonzern KNDS geeinigt.Wie die "Bild" am Mittwoch unter Berufung auf Koalitionskreise berichtet, übernimmt der Bund zunächst eine Beteiligung von 40 Prozent an dem Hersteller des Kampfpanzers "Leopard 2" und des Transportfahrzeugs "Boxer".

Bundeswehr-Panzer Leopard 2 (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Bundeswehr-Panzer "Leopard 2" (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Damit zieht Deutschland mit dem französischen Staat gleich, der ebenfalls 40 Prozent der Anteile halten soll.

Die Vereinbarung sieht laut Bericht vor, dass die Bundesregierung ihre Beteiligung in den kommenden Jahren auf bis zu 30 Prozent reduzieren kann. Über eine Sonderklausel soll die absolute Gleichberechtigung mit Paris bei strategischen Beschlüssen und Standortfragen dauerhaft garantiert bleiben - selbst wenn Deutschland Anteile abgibt und Frankreich bei 40 Prozent verbleibt.

Hintergrund des Milliardendeals ist der geplante Ausstieg der deutschen Eigentümerfamilien, die ihre Anteile verkaufen wollen. Der KNDS-Konzern wird in Finanzkreisen laut "Bild" aktuell mit 18 bis 20 Milliarden Euro bewertet.

de | politik | 69384651 |

Weitere Meldungen

KNDS wehrt sich gegen Vetorechte bei Börsengang Kurz vor dem geplanten Börsengang eskaliert der Streit um den deutsch-französischen Panzerbauer KNDS. (Politik, 15.06.2026 - 16:25) weiterlesen...

Mélenchon hält Nato für nutzlos Frankreichs linker Präsidentschaftskandidat Jean-Luc Mélenchon hält das nordatlantische Bündnis für überflüssig. (Politik, 13.06.2026 - 05:22) weiterlesen...

Rheinmetall fürchtet Scheitern von Panzerprojekt mit Frankreich Der Vorstandschef von Deutschlands größtem Rüstungskonzern Rheinmetall, Armin Papperger, schließt nicht aus, dass Frankreich nach dem Aus für das deutsch-französische Kampfflugzeug FCAS auch beim Zukunftspanzer-Projekt MGCS aussteigt."Eine Gefahr ist immer da, aber es ist noch nichts entschieden", sagte Papperger der "Welt am Sonntag". (Sonstige, 13.06.2026 - 01:00) weiterlesen...

Merz verteidigt FCAS-Aus Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Entscheidung verteidigt, das deutsch-französische Vorhaben, gemeinsam mit Spanien einen Kampfjet der sechsten Generation zu entwickeln, zu beenden."Präsident Macron und ich haben es uns in dieser Frage eines deutsch-französischen Kampfflugzeuges wirklich nicht leicht gemacht", sagte Merz am Mittwoch zum Auftakt der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin. (Politik, 10.06.2026 - 15:01) weiterlesen...

Nach FCAS-Aus - Airbus: Können eigenen Kampfjet entwickeln Airbus zeigt sich nach dem Aus des gemeinsamen deutsch-französischen Kampfjet-Projekts FCAS selbstbewusst und dringt auf eine schnelle politische Entscheidung zur Zukunft der Kampfflugzeugentwicklung."Wir haben die Fähigkeiten, einen eigenen Jet zu entwickeln, die Luftwaffe hat Bedarf daran und Deutschland hat das Geld dazu", sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Airbus Defence and Space, Thomas Pretzl, den Zeitungen der Mediengruppe Bayern. (Wirtschaft, 09.06.2026 - 16:16) weiterlesen...

Grünen-Chefin wirft Regierung Versagen bei FCAS vor Die Grünen gehen die Bundesregierung wegen des Scheiterns des deutsch-französischen Kampfflugzeugprojekts FCAS hart an.Berlin verweise auf die Blockadehaltung der beteiligten Industrie, sagte Parteichefin Franziska Brantner dem "Handelsblatt". (Politik, 08.06.2026 - 17:57) weiterlesen...