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CDA kritisiert Forderungen des Wirtschaftsrats scharf

01.02.2026 - 17:00:18

Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft Deutschlands (CDA) hat VorschlĂ€ge des CDU-Wirtschaftsrats fĂŒr durchgreifende EinschrĂ€nkungen beim Arbeitslosengeld und KĂŒrzungen bei Leistungen der Krankenversicherung deutlich verurteilt.

"Die ParteifĂŒhrung sollte diesen Ideen eine Absage erteilen", sagte der Bundesvorsitzende der CDA, Dennis Radtke, der Funke-Mediengruppe (Montagausgaben).

"Es ist immer wieder erstaunlich, wie ein Club von Privilegierten Millionen BeschĂ€ftigten erklĂ€ren wollen, auf was sie demnĂ€chst verzichten sollen, ohne einen eigenen Vorschlag zu machen, welchen Beitrag sie selbst zu leisten bereit sind", sagte Radtke mit Blick auf die Forderungen des Wirtschaftsrats, der vor allem Unternehmer versammelt. Radtke sagte: "Der Wirtschaftsrat versucht offenbar, einen Mangel an NĂ€he zur LebensrealitĂ€t von Arbeitnehmern in diesem Land durch eine Melange aus Ideologie und neoliberalen LadenhĂŒtern auszugleichen."

Der CDU-Wirtschaftsrat hatte in einer "Agenda fĂŒr die Arbeitnehmer in Deutschland" gefordert, die Bezugsdauer von Arbeitslosengeld I auf zwölf Monate fĂŒr alle zu begrenzen. In der Krankenversicherung ließen sich verschiedene Leistungen, etwa Zahnarztbehandlungen, "generell gut privat absichern und sollten nicht lĂ€nger im Umlageverfahren den Beitragszahlern zur Last fallen", heißt es in dem Papier.

@ dts-nachrichtenagentur.de