Polizeigewerkschaft sieht keine VersÀumnisse bei CSD-Anschlag
Veröffentlicht am: 04.08.2026 um 14:58 Uhr | dts-nachrichtenagentur.deStattdessen mĂŒsse bei Gesetzen und Ausstattung der Polizei nachgebessert werden. FĂŒr weitergehende MaĂnahmen wie die elektronische FuĂfessel oder eine lĂ€ngerfristige PrĂ€ventivhaft fehlten in Berlin die erforderlichen gesetzlichen Grundlagen. Zudem verfĂŒgten Polizei und Verfassungsschutz nicht ĂŒber die personellen Ressourcen, um sĂ€mtliche GefĂ€hrder rund um die Uhr zu ĂŒberwachen.
Teggatz kritisierte hingegen die Politik und Justiz. Die Politik hĂ€tte lĂ€ngst ein modernes Polizeigesetz mit umfassenden prĂ€ventiven Befugnissen auf den Weg bringen mĂŒssen, so der Gewerkschaftsvorsitzende. Dazu gehörten aus seiner Sicht insbesondere Befugnisse wie die PrĂ€ventivhaft, die elektronische FuĂfessel, die Online-Durchsuchung, die Quellen-TelekommunikationsĂŒberwachung sowie der Einsatz automatisierter Gesichts- und Verhaltenserkennung mittels Videotechnik und KI an öffentlichen PlĂ€tzen.
Die Entscheidung des Berliner Gerichts, eine sogenannte VorbewĂ€hrung anzuordnen, habe nun eine Tote und zahlreiche Verletzte zur Folge gehabt, fuhr Teggatz fort. Sollte das Gericht rechtlich keine andere Entscheidungsmöglichkeit gehabt haben, mĂŒsse das Jugendstrafrecht dringend angepasst werden, damit sich so etwas in Zukunft nicht wiederhole.
Am Dienstag fand eine Sondersitzung des Innenausschusses zum Anschlag auf den CSD in Berlin statt, in der es um die Arbeit der Sicherheitsbehörden im Vorfeld des Anschlags ging.
