Gesundheit, Steuern

HausĂ€rzte begrĂŒĂŸen Koalitionsvorschlag fĂŒr Alkoholsteuer

10.01.2026 - 16:01:07

Die HausĂ€rzte begrĂŒĂŸen die aktuelle Debatte um höhere Alkoholpreise in Deutschland.Die Bundesvorsitzende des HausĂ€rztinnen- und HausĂ€rzteverbandes, Nicola Buhlinger-Göpfarth, sagte der "Rheinischen Post", ihr Verband spreche sich "klar fĂŒr eine Alkoholsteuer aus".

Buhlinger-Göpfarth ergĂ€nzte: "Wenn wir wollen, dass unsere Gesellschaft gesĂŒnder alt wird, brauchen wir wirksame Maßnahmen, um den Alkoholkonsum insgesamt zu senken. Eine Alkoholsteuer kann dazu beitragen." LĂ€nder wie Litauen zeigten, dass sich so unter anderem alkoholbedingte Erkrankungen und TodesfĂ€lle reduzieren ließen.

Wichtig sei allerdings, dass die Abgabe zweckgebunden erhoben werde. "Das wĂ€re sinnvoller und zielfĂŒhrender als eine reine Steuererhöhung, auch hinsichtlich der Akzeptanz. Die Einnahmen sollten in Maßnahmen fließen, die einen gesunden Lebensstil fördern und die Versorgung stĂ€rken - etwa durch eine gezielte Förderung von PrĂ€vention", forderte Buhlinger-Göpfarth.

Gesundheitspolitiker von SPD und CDU hatten zuvor fĂŒr höhere Alkoholpreise in Deutschland geworben. Die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Simone Borchardt (CDU), sagte, eine solche Abgabe dĂŒrfe aber "kein Instrument der Haushaltskonsolidierung sein, sondern muss ein gezieltes gesundheitspolitisches Steuerungsinstrument werden".

@ dts-nachrichtenagentur.de

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