Gesundheit, Steuern

SPD kritisiert Debatte um KĂŒrzung von Gesundheitsleistungen

09.02.2026 - 09:39:25 | dts-nachrichtenagentur.de

SPD-GeneralsekretĂ€r Tim KlĂŒssendorf hat die Debatten ĂŒber KĂŒrzungen bei Zahnersatz und Krankschreibungen scharf kritisiert.

Blick vom Zahnarzt-Patientenstuhl (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Blick vom Zahnarzt-Patientenstuhl (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
"Das sind alles Forderungen, mit denen können wir wenig anfangen, weil am Ende mĂŒssen das ja die Leute ausbaden", sagte KlĂŒssendorf der Sendung "FrĂŒhstart" von RTL und ntv am Montag. "Deswegen: Ein gerechteres System, ein effizienteres System - das ist das, woran wir arbeiten wollen."

Ziel mĂŒsse sein, dass es nicht immer wieder zu Beitragssteigerungen komme. "Wir wollen eben nicht, dass die BĂŒrger zahlen", sagte der SPD-Politiker. "Wir werden, und das sage ich ganz offen, bei vielen Leistungen eben nicht große KĂŒrzungen machen können, weil einfach viele Menschen auch davon abhĂ€ngig sind und die Leistungen auch brauchen. Ich denke zum Beispiel ans Pflegesystem, wo heute die Eigenanteile schon bei tausenden von Euros sind." Es brauche "unbedingt eine solidarische Finanzierung".

Er versteht den SPD-Vorschlag einer Gesundheitsabgabe auf alle Einkommensarten zunĂ€chst als "PrĂŒfauftrag", spricht sich aber klar fĂŒr eine solidarische Finanzierung aus. "Es ist natĂŒrlich noch viel Strecke zu gehen, bevor man konkret sagen kann, nach welchem Regelwerk das passieren soll oder welche FreibetrĂ€ge es gibt." Man mĂŒsse klĂ€ren, wie man Kleinsparer schĂŒtzt.

Der SPD-GeneralsekretĂ€r verweist auf den Wandel am Arbeitsmarkt. Viele GeschĂ€ftsmodelle seien gar nicht mehr auf so viel BeschĂ€ftigung ausgelegt, sondern erwirtschafteten Gewinne auch ohne viele BeschĂ€ftigte, sagte KlĂŒssendorf. "Wie man dann ĂŒberlegt, dass man auch andere Ertragsarten, andere Einkommensarten mit in die Finanzierung unseres Solidarwesens mit einbeziehen kann, das ist eine Überlegung, die wir haben und die wir jetzt auch in den kommenden Wochen und Monaten weiter fortfĂŒhren wollen."

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