Deutschland, Gesundheit

In Deutschland weniger Vorgaben gegen Rauchen und Alkohol

04.12.2025 - 11:43:12

Die Politik kann lenkende Instrumente einsetzen, um Erkrankungen durch Zigaretten oder ungesunde ErnĂ€hrung zu vermeiden - ĂŒber Verbote oder den Preis. Wie steht es um solche Vorbeugung in Deutschland?

In Deutschland gibt es laut einer Auswertung weniger staatliche Vorgaben gegen GesundheitsschĂ€den durch Rauchen, Alkohol oder stark gesĂŒĂŸte Lebensmittel als in anderen europĂ€ischen LĂ€ndern. In Großbritannien, Irland und im skandinavischen Raum sei die PrĂ€ventionspolitik stĂ€rker an Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum EindĂ€mmen von Erkrankungen ausgerichtet, teilten die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) und das Deutsche Krebsforschungszentrum nach einer eigenen Analyse mit.

Im Blick des Vergleichs von 18 LÀndern standen beispielsweise Rauchverbotszonen, WerbebeschrÀnkungen, Abgaben auf gezuckerte Softdrinks oder «gesunde ErnÀhrungsumgebungen» in Schulen. Die Chefin des AOK-Bundesverbands, Carola Reimann, sagte: «PrÀvention ist nicht nur Privatsache oder eine Frage der Eigenverantwortung.» Die Politik sei gefordert, die gesunde Wahl zur einfacheren und leichteren Wahl im Alltag zu machen.

Risiko fĂŒr Krebs und Diabetes

Nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums gelten 40 Prozent aller Krebserkrankungen als Folge eines ungesunden Lebensstils. Mehr als die HĂ€lfte dieser vermeidbaren FĂ€lle gingen auf das Konto von Tabak, Alkohol, ungesunder ErnĂ€hrung und Bewegungsmangel, sagte Vorstandschef Michael Baumann. Sie steigerten auch das Risiko fĂŒr Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. ÄrzteprĂ€sident Klaus Reinhardt sagte, Deutschland habe bei der Gesundheitsförderung im internationalen Vergleich erheblichen Nachholbedarf. Er forderte unter anderem, Steuern auf Nikotin, Alkohol und Zucker zu erhöhen, um den Konsum zu reduzieren und PrĂ€ventionsprogramme zu finanzieren.

@ dpa.de

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