Union mahnt SPD zu Tempo bei Regierungsbildung
24.02.2025 - 10:43:54"Es darf kein Weiter-so geben. Es braucht eine echte VerĂ€nderung in der Sicherheits- und Wirtschaftspolitik", so Jung. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die AfD ihr Ergebnis deutlich habe steigern können. "Das Vertrauen in die HandlungsfĂ€higkeit der Demokratie ist infrage gestellt, wenn eine rechtsradikale Partei wie die AfD ein so starkes Stimmergebnis bekommt", so der CDU-Vize. Vertrauen könne man nur zurĂŒckgewinnen, "wenn wir die Probleme lösen". Klar sei aber auch, dass die AfD einfache Lösungen propagiere, die es nicht gebe. In sehr vielen FĂ€llen mĂŒssten Kompromisse geschlossen werden. Die CSU sieht sich derweil nach der Bundestagswahl gestĂ€rkt, klagt aber ĂŒber die Wahlrechtsreform. Es sei bemerkenswert, dass die CSU mehr Prozente habe, "aber weniger Mandate durch die Kappung", sagte CSU-GeneralsekretĂ€r Martin Huber dem Fernsehsender Phoenix. Das "undemokratische Ampelwahlrecht muss dringend reformiert werden". Zugleich sei das Wahlergebnis der CSU in Bayern ein "glasklarer Regierungsauftrag." Hinsichtlich der abgewĂ€hlten Bundesregierung sagte Huber, dass das Grundvertrauen der Menschen in den drei Jahren der Ampel-Regierung stark gelitten hĂ€tte. Es sei daher kein Zufall, dass "sich die AfD verdoppelt hat." Daher mĂŒsse, wer den extremen RĂ€ndern den NĂ€hrboden entziehen wolle, sich den Themen Migration, Wirtschaft und Sicherheit widmen. Die CSU habe "einen starken RĂŒckenwind bekommen mit einem starken Ergebnis in Bayern". Damit hĂ€tten die Partei und ihr Parteivorsitzender Markus Söder einen starken Beitrag zum Ergebnis der Union geleistet und wĂŒrden auch bei den anstehenden Koalitionsverhandlungen weiter einen starken Beitrag leisten. Er sei guter Dinge, dass es nun schnell gelinge, eine "tatkrĂ€ftige, handlungsfĂ€hige und stabile Mehrheit zu bilden". Dies gehe aber nur "mit einer starken CSU und einem starken Markus Söder". SPD-GeneralsekretĂ€r Matthias Miersch machte unterdessen deutlich, dass eine Koalition mit der Union kein Automatismus sei. "Ich bin nach wie vor sehr schockiert ĂŒber die Aussagen von Herrn Merz auch gegenĂŒber anderen politischen Gruppierungen", sagte er dem Sender Phoenix. "Insofern wird viel miteinander zu sprechen sein. Wir werden sicherlich intensive Verhandlungen haben und danach werden wir sehen, ob es ausreichend Schnittmengen gibt."


