Günther Oettinger fordert ein stärker konservatives Profil der CDU

14.02.2020 - 08:41:48 | ad-hoc-news.de

Die Wahl des neuen Parteivorsitzenden und die Entscheidung zur Kanzlerkandidatur, bietet laut Oettinger für die CDU die Chance auf eine inhaltliche Neuorientierung.

Günther Oettinger - Foto: über dts Nachrichtenagentur
Günther Oettinger - Foto: über dts Nachrichtenagentur
Der zukünftige Parteivorsitzende der Union steht vor einer schweren Aufgabe, ist Günther Oettinger, ehemaliger Ministerpräsident und EU-Kommissar, überzeugt. Er muss der Partei ein neues inhaltliches Profil geben. Es muss wieder klar sein, wohin die CDU will, für welche Werte sie steht. Früher war es klar, dass die wirtschaftliche Kompetenz bei der Union liegt, heute haben wir viel von diesem Image bei den Leuten eingebüßt, beklagt sich Oettinger gegenüber dem „Handelsblatt“. Der zukünftige Parteichef muss die unterschiedlichen Parteiinteressen integrieren und dabei eine klare konservative Linie einnehmen. Wenn es gelingt, einen modernen Konservatismus zu entwickeln und in der Öffentlichkeit offensiv zu vertreten, wird die Union auch weiterhin in der Regierungsverantwortung bleiben. Wir können es uns als Partei aber nicht leisten, in eine offene Personaldiskussion einzusteigen. Wir haben bei der SPD gesehen, wohin eine solche Konkurrenz führen kann. Warnt der CDU-Politiker. Es wäre zielführend, wenn sich Friedrich Merz, Jens Spahn und Armin Laschet zusammensetzen und zu einer gemeinsamen Lösung finden würden. Alle drei haben das Potenzial, diese schwierigen Aufgaben zu lösen. Zunächst müssen wir einen Zeitplan festlegen, der eine baldige Entscheidung vorsieht. Für realistisch halte ich eine Deadline im Juni. Bis dahin sollten die Union ihren Kanzlerkandidaten der Öffentlichkeit präsentieren. Zu den einzelnen Kandidaten befragt, äußert sich der CDU-Politiker zurückhaltend, lässt aber dennoch durchblicken, dass er derzeit Friedrich Merz für den aussichtsreichsten Kandidaten hält. Merz steht für eine klare konservative Ausrichtung der Union. Mit dieser Strategie kann Merz den Wähleranteil der AfD halbieren, ist sich Oettinger sicher. Trotz seiner Sympathien für Friedrich Merz, legt sich der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg nicht endgültig fest. Auch Spahn und Laschet haben das Potenzial, die Union wieder auf einen Erfolgskurs zurück zu führen. Laschet hat in Nordrhein-Westfalen eine beeindruckende Regierungsleistung gezeigt und ist eine echte Leitfigur, so Oettinger gegenüber dem „Handelsblatt“.

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