Ampel einigt sich auf Details bei FachkrÀfteeinwanderung
19.06.2023 - 12:41:31Die Ampel-Koalition hat sich auf Details beim geplanten FachkrĂ€fteeinwanderungsgesetz verstĂ€ndigt. Das gaben Vertreter von SPD, GrĂŒnen und FDP am Montag in Berlin bekannt.
Der Erste Parlamentarische GeschĂ€ftsfĂŒhrer der FDP-Fraktion, Johannes Vogel, sagte bei einem Statement mit seinen Kolleginnen von SPD und GrĂŒnen, er sei froh, dass man diese Woche ein «historisches Gesetz durch den Deutschen Bundestag bringen» könne. Man ziehe damit mit erfolgreichen EinwanderungslĂ€ndern wie Kanada, Australien oder Neuseeland gleich. Vogel bezog sich vor allem auf das geplante Punktesystem, ĂŒber das ArbeitskrĂ€fte kĂŒnftig nach Deutschland kommen können sollen.
FĂŒr die GrĂŒnen betonte die Parlamentarische GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Irene Mihalic die Möglichkeit des sogenannten Spurwechsels. Ihren Angaben zufolge sollen Menschen, die bereits in Deutschland sind und zum 29. MĂ€rz in einem Asylverfahren waren, in eine regulĂ€re BeschĂ€ftigung kommen können, wenn sie die entsprechenden Qualifikationen mitbringen. Das gebe Menschen, die auf anderem Wege nach Deutschland gekommen seien, eine Perspektive fĂŒr mehr Integration. Kommunen und Behörden wĂŒrden entlastet, und es sei ein starkes Zeichen an die Unternehmen, die darauf warteten, dass Menschen, die hier seien, auch arbeiten könnten.
Fehlanreize vermeiden
FDP-Politiker Vogel sagte mit Blick auf den Stichtag 29. MĂ€rz, es sei wichtig, dass dies rĂŒckwirkend gelte, «so dass nach vorne raus es keinerlei Fehlanreize oder sogenannte Pull-Effekte geben kann».
Das Bundeskabinett hatte das FachkrĂ€fteeinwanderungsgesetz Ende MĂ€rz auf den Weg gebracht. Im Bundestag wurde es in erster Lesung bereits beraten und nun noch einmal in den Details verĂ€ndert. Vogel sagte, man habe das Gesetz wesentlich verbessert. Die Erste Parlamentarische GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der SPD-Fraktion, Katja Mast, nannte die PlĂ€ne einen «Riesenmeilenstein» fĂŒr die FachkrĂ€ftegewinnung in Deutschland.
Union und AfD hatten der Ampel in der ersten Lesung vorgeworfen, damit die HĂŒrden fĂŒr Einwanderung zu senken und den Zuzug «minderqualifizierter» Menschen zu befördern.
Die PlĂ€ne sehen unter anderem ein Punktesystem fĂŒr die Einwanderung von ArbeitskrĂ€ften mit auslĂ€ndischem Berufsabschluss vor, daneben auch Erleichterungen beim Familiennachzug. Zu den Kriterien, fĂŒr die es Punkte gibt, sollen Sprachkenntnisse, Berufserfahrung, Alter und Deutschlandbezug zĂ€hlen.


