Studie, Frauen

Studie: Frauen legen mehr Wert auf gesunde ErnÀhrung als MÀnner

24.09.2024 - 10:51:54

Frauen in Deutschland legen deutlich mehr Wert auf gesunde ErnÀhrung als MÀnner.

Das geht aus dem ErnĂ€hrungsreport 2024 hervor, den Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (GrĂŒne) am Dienstag in Berlin vorgestellt hat. Bei Frauen wurde die Aussage demnach von 97 Prozent der Befragten bejaht, bei MĂ€nnern nur von 85 Prozent. Insgesamt legen die Verbraucher dem Bericht zufolge immer mehr Wert auf Informationen ĂŒber die Lebensmittel, die sie kaufen.

Zum Beispiel achten fast doppelt so viele Menschen wie noch 2015 beim Einkauf auf das Tierwohllabel: Ihr Anteil hat sich von 36 Prozent auf 65 Prozent erhöht. Beim EU-Biosiegel stieg der Anteil im gleichen Zeitraum von 47 auf 59 Prozent. Mit 39 Prozent kaufen auch deutlich mehr Menschen "öfters" vegetarische oder vegane Alternativen zu tierischen Produkten. 2020 lag dieser Wert bei 29 Prozent. Konstant hingegen ist die Antwort auf die Frage, was den Menschen beim Essen (sehr) wichtig ist: Seit 2015 beantworten 98 oder 99 Prozent dies mit "gutem Geschmack" (2024: 99 Prozent). Das Kriterium "gesund" steht ebenso traditionell mit je 89 bis 92 Prozent an Platz zwei (2024: 91 Prozent). Laut den Ergebnissen des ErnĂ€hrungsreports essen 71 Prozent der Befragten mindestens einmal am Tag Obst und GemĂŒse, Milchprodukte wie Joghurt oder KĂ€se stehen bei 62 Prozent auf dem tĂ€glichen Speiseplan. Das sind vier Prozentpunkte mehr als 2023. Bei Fleisch oder Wurst gibt es mit 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr kaum VerĂ€nderungen. Seit Beginn der Befragung verzehren jedoch immer weniger Menschen tĂ€glich Fleisch oder Wurst: Im Jahr 2015 waren es 34 Prozent und damit elf Prozentpunkte mehr als heute. 88 Prozent der Befragten haben den sogenannten Nutri-Score beim Einkauf schon einmal auf einer Lebensmittelverpackung wahrgenommen. Bei der ersten Erhebung dieser Frage im Jahr 2021 waren es 44 Prozent. 37 Prozent geben an, dass der Nutri-Score auch die Kaufentscheidung beeinflusst. ZusĂ€tzlich zu Labeln achten die Befragten auf SaisonalitĂ€t bei Obst und GemĂŒse (80 Prozent) und darauf, dass die Produkte aus ihrer Region kommen (77 Prozent). Auf Angebote achten 68 Prozent - das sind fĂŒnf Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Ein Großteil der Befragten (92 Prozent) findet es sehr wichtig oder wichtig, dass die Politik fĂŒr bessere Tierhaltungsbedingungen sorgt. Fast genauso viele (91 Prozent) meinen, dass in Haushalten und Betrieben weniger LebensmittelabfĂ€lle produziert werden sollten. Den Ausbau des Ökolandbaus befĂŒrworten 88 Prozent. 42 Prozent sind der Auffassung, dass Obst und GemĂŒse zu teuer sind, bei Fleisch- und Wurstprodukten sind es 25 Prozent. Özdemir bekrĂ€ftigte bei der Vorstellung der Zahlen, dass man "echte Wahlfreiheit" fĂŒr Verbraucher beim Essen unterstĂŒtze - "und zwar anhand von validen Daten". Ein "Kulturkampf" um die ErnĂ€hrung sei nicht nötig, so der Minister. "Idealerweise sollte Essen verbinden", ergĂ€nzte er. FĂŒr den ErnĂ€hrungsreport befragte Forsa im Mai 2024 rund 1.000 BĂŒrger in Deutschland ab 14 Jahren.

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