Bundesliga, FC St. Pauli

St. Pauli rettet sich mit spÀtem Tor zu Remis gegen Leipzig

27.01.2026 - 22:33:02

FĂŒr die Leipziger lĂ€uft es in der Liga gut. Doch auch beim insgesamt vierten Auftritt am Millerntor will zunĂ€chst kein Treffer gelingen. Dann trifft Topspieler Diomande. Zum Sieg reicht es nicht.

  • Leipzigs Yan Diomande (l,) jubelt nach seinem Treffer beim FC St. Pauli. - Foto: Christian Charisius/dpa

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  • Leipzigs Ridle Baku (l) und St. Paulis Arkadiusz Pyrka kĂ€mpfen um den Ball. - Foto: Christian Charisius/dpa

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  • Spieler beider Teams halten vor Spielbeginn ein Banner anlĂ€sslich das Holocaust-Gedenktags hoch. - Foto: Christian Charisius/dpa

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Leipzigs Yan Diomande (l,) jubelt nach seinem Treffer beim FC St. Pauli. - Foto: Christian Charisius/dpaLeipzigs Ridle Baku (l) und St. Paulis Arkadiusz Pyrka kÀmpfen um den Ball. - Foto: Christian Charisius/dpaSpieler beider Teams halten vor Spielbeginn ein Banner anlÀsslich das Holocaust-Gedenktags hoch. - Foto: Christian Charisius/dpa

Der abstiegsbedrohte Fußball-Bundesligist FC St. Pauli hat Top-Club RB Leipzig einen DĂ€mpfer im Rennen um die Champions-League-PlĂ€tze versetzt. Die Hamburger kamen durch den spĂ€ten Treffer von Martijn Kaars per Foulelfmeter in der dritten Minute der Nachspielzeit noch zu einem 1:1 (0:0). Die Sachsen beendeten zwar ihre Torlos-Serie am Millerntor-Stadion, blieben aber auch im insgesamt vierten Auftritt bei den Hanseaten ohne Sieg. 

Starspieler Yan Diomande hatte mit seinem sehenswerten Treffer vor 29.147 Zuschauern in der 66. Minute RB in FĂŒhrung gebracht und damit fĂŒr das erste Leipziger Tor am Millerntor im vierten Spiel gesorgt. Der abstiegsbedrohte Club aus Hamburg, der ĂŒber weite Strecken ein ebenbĂŒrtiger Gegner war, kam aber spĂ€t zurĂŒck und verdiente sich den Punkt redlich. 

Schlager trifft den Pfosten

FrĂŒh in der Partie wĂ€re die Torlosigkeit der Leipziger fast Geschichte gewesen. Xaver Schlager (8.) zog aus knapp 20 Metern ab. Und sorgte mit seinem Pfostenschuss fĂŒr einen ersten Aufreger auf den RĂ€ngen. 

Schon vor der Partie hatten Fans anlÀsslich des Holocaust-Gedenktags lautstark gegen Faschismus ihre Stimme erhoben. Auf den RÀngen waren Banner mit der Aufschrift «Kein Vergeben, kein Vergessen» emporgehalten worden. Auch die Spieler beider Teams hielten ein Transparent hoch.

 

UrsprĂŒnglich hĂ€tte die Partie schon vor zweieinhalb Wochen stattfinden sollen. Jedoch machte das heftige Wintertreiben der Austragung der Partie damals einen Strich durch die Rechnung - die Begegnung wurde kurzfristig abgesagt. 

St. Pauli besser im Spiel

Nun störte Schnee nicht. Und die niedrigen Temperaturen machten sich auch nicht bemerkbar, denn beide Teams spielten entschlossen nach vorn. Vor allem die Gastgeber nutzten ihre geplanten Umschaltaktionen clever, zweimal lief Rocky-Jade Jones frei auf das Leipziger Tor zu, doch vor allem beim zweiten Versuch (23.) bugsierte er den Ball daneben. 

St. Paulis flinker EnglĂ€nder war auch an der nĂ€chsten guten Aktion (38.) beteiligt, doch er zögerte zu lange und ĂŒbersah den besser positionierten Mitspieler Joel Chima Fujita. Ohnehin wĂ€re es Abseits gewesen. Der pfeilschnelle Spieler wirkte gedanklich oft einen Schritt zu spĂ€t bei seinen Versuchen. Die Aktionen standen symptomatisch fĂŒr die abschlussschwachen Hamburger in dieser Saison.

Besserer Auftritt als im Derby

Leipzig hatte zwar eigene TorannĂ€herungen, aber machte angesichts von einigen Ballverlusten und vielen RĂ€umen fĂŒr die Hanseaten teils keine gute Figur. Antonio Nusa scheiterte erst kurz vor dem Halbzeitpfiff aus aussichtsreicher Position an Torwart Nikola Vasilj, dann setzte Romulo aus einen Schuss aus spitzem Winkel knapp neben das Tor. 

Im zweiten Durchgang blieb es ein durchaus unterhaltsames Torlos-Spiel. Ganz im Gegenteil zum faden und schwachen Auftritt der Hamburger im Derby gegen den HSV. Doch beide Mannschaften agierten zu ungenau, wenn es vor dem gegnerischen Tor ernst wurde. 

Kaars trifft vom Punkt

Erst der stramme Schuss von Angreifer Diomande auf Höhe der Strafraumgrenze ließ die Leipziger jubeln. Der Ball rauschte unhaltbar in den linken Winkel. 

Doch es war nicht der Schlusspunkt: In der Nachspielzeit entschied Schiedsrichter Florian Exner auf Elfmeter nach einem Foul von David Raum an Kaars. Der eingewechselte NiederlĂ€nder trat selbst an, vollendete und sorgte fĂŒr ausgelassenen Jubel am Millerntor.

@ dpa.de