Warken verteidigt SparplĂ€ne gegen Ărzte-Kritik
12.05.2026 - 13:21:29 | dpa.de
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat die geplanten Milliarden-Einsparungen zur Entlastung der gesetzlichen Krankenkassen gegen Kritik der Ărzteschaft verteidigt. «Es ist eine gemeinsame Kraftanstrengung. Und ja, es ist eine Zumutung», sagte die CDU-Politikerin bei der Eröffnung des Deutschen Ărztetages in Hannover. «Sie ist aber notwendig, und die Situation lĂ€sst mir auch keine andere Wahl.» Mit der jetzigen Ausgabendynamik wĂŒrde es ohne Reform ĂŒber kurz oder lang auf einen Kollaps des Systems hinauslaufen.
Die Ministerin sagte, dass man bei dem einen oder anderen Punkt sicher noch gemeinsam zu Nachbesserungen kommen werde. Es brauche aber VorschlĂ€ge, die tragfĂ€hig sind und dazu fĂŒhrten, dass die FinanzlĂŒcke geschlossen werde. Warken bekrĂ€ftigte auch den «ambitionierten Zeitplan», das Gesetz noch vor der Sommerpause im Bundestag zu beschlieĂen. Der Handlungsdruck sei groĂ, weil die 2027 entstehende LĂŒcke in diesem Jahr geschlossen werden mĂŒsse.
Mit dem vom Kabinett auf den Weg gebrachten Paket sollen die gesetzlichen Kassen 2027 um 16,3 Milliarden Euro entlastet werden. Das ist etwas mehr als das erwartete Defizit von 15,3 Milliarden Euro und soll erneute Anhebungen der ZusatzbeitrĂ€ge verhindern. Geplant sind Ausgabenbremsen bei Praxen, Kliniken und Pharmabranche - aber etwa auch höhere Zuzahlungen fĂŒr Medikamente und EinschrĂ€nkungen der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern.
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