Hessen unterstützt Ja heißt ja-Regelung bei Sexualstrafrecht
Veröffentlicht am: 11.06.2026 um 12:18 Uhr | dts-nachrichtenagentur.deFolglich unterstützen wir auch Initiativen anderer Länder, die dafür sorgen, dass Gewalt gegenüber ihnen weniger möglich und Täter besser strafrechtlich verfolgt werden können." Er sagte, für Hessen sei klar: Vergewaltiger müssten die "volle Härte des Rechtsstaates" zu spüren bekommen und für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen werden.
Die derzeitige Rechtslage führe aber dazu, dass viele Täter nicht verurteilt werden könnten. "Dieses strukturelle Problem zulasten von Frauen müssen wir endlich angehen und gesetzgeberisch nachbessern", sagte Heinz. "Ja heißt ja" sei der richtige Weg, um Frauen endlich besser zu schützen.
Aktuell gilt in Deutschland der Grundsatz "Nein heißt nein". Strafbar sind sexuelle Handlungen gegen den erkennbaren Willen einer Person. Schwieriger sind Fälle, in denen Betroffene aus Angst oder Schock erstarren und Gerichte keinen erkennbaren Gegenwillen feststellen. Schon länger fordern SPD und Grüne deswegen eine entsprechende Verschärfung der Rechtslage. Sexuelle Handlungen sollen demnach nur noch dann rechtmäßig sein, wenn alle beteiligten Personen zugestimmt haben, verbal oder nonverbal. Einen entsprechenden Antrag bringen die Justizminister von Hamburg und Nordrhein-Westfalen (beide Grüne) auf der Justizminister-Konferenz ein.
