Deutschland, Prozess (Gericht)

Ministerium: Neues Klimaschutzprogramm bis MĂ€rz

29.01.2026 - 16:09:41

Jetzt ist es gerichtlich bestĂ€tigt: Die Ampel-Regierung war beim Klimaschutz nicht ambitioniert genug. Schwarz-Rot muss nachbessern – und will das laut Umweltministerium auch.

Die Bundesregierung will Ende MĂ€rz ein neues Programm zum Klimaschutz vorlegen. Man werde nach dem Klimaurteil des Bundesverwaltungsgerichts nicht etwa das fĂŒr unzureichend befundene Programm aus dem Jahr 2023 nachschĂ€rfen, sondern «alles, was an Defiziten bestanden hat im alten Klimaschutzprogramm heilen durch das Programm 2026», kĂŒndigte UmweltstaatssekretĂ€r Jochen Flasbarth in Berlin an.

Noch hĂ€tten allerdings nicht alle Ministerien ausreichend geliefert. «Wir sind noch nicht mit allen Maßnahmen so weit, dass wir die gesetzlichen Ziele erreichen und damit sind wir auch noch nicht auf dem Kurs, den uns das Bundesverwaltungsgericht jetzt vorgegeben hat», sagte Flasbarth. Er sei aber zuversichtlich, dass das bis MĂ€rz gelingen werde. SpĂ€testens mit dem Urteil mĂŒsse allen Beteiligten klar sein, «beim Klimaschutz kann man keine Abstriche machen».

Das Bundesverwaltungsgericht hatte in Leipzig ein frĂŒheres Urteil bestĂ€tigt, das die 2023 von der Bundesregierung aufgelisteten Klimaschutzmaßnahmen als nicht ausreichend eingestuft hatte. Damit setzte sich die Deutsche Umwelthilfe (DUH) mit einer Klage fĂŒr mehr Klimaschutz durch.

Die klimapolitische Sprecherin der GrĂŒnen-Fraktion, Lisa Badum, sagte der Deutschen Presse-Agentur, seit Jahrzehnten strĂ€ubten sich die Bundesverkehrsminister, die Emissionen in ihrem Sektor zu senken. «Damit ist jetzt Schluss.» Als Konsequenz aus dem Urteil forderte sie wirksame neue Maßnahmen zur Erreichung des Klimaziels fĂŒr 2030, darunter ein gĂŒnstigeres Deutschlandticket, ein Tempolimit, eine Abgabe auf Privatjets und den Abbau von Subventionen wie dem Dienstwagenprivileg.

@ dpa.de

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