Rückkehr von Syrern: Amtsberg kritisiert Merz scharf
31.03.2026 - 01:00:00 | dts-nachrichtenagentur.deAmtsberg, die im Februar selbst in Syrien war, beschreibt die Lage als desolat. Nahe Damaskus werde sichtbar, in welchem Ausmaß das Assad-Regime ganze Städte systematisch zerstört habe. "Wiederaufbau bedeutet dort nicht, Häuser zu errichten, sondern bei null anzufangen und Leben überhaupt erst wieder möglich zu machen", sagte die Grünen-Politikerin, die unter der Ampel-Regierung Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung war. "Wer diese Orte mit eigenen Augen gesehen hat, kann nicht ernsthaft so tun, als gäbe es flächendeckend sichere Bedingungen für eine Rückkehr und als wäre Rückkehr nur eine Frage der Entscheidung."
Von Bundeskanzler Friedrich Merz erwartet sie klare Worte in Richtung des syrischen Übergangspräsidenten. Die militärische Gewalt im Nordosten des Landes müsse unverzüglich eingestellt werden, für eine friedliche Zukunft brauche es in Syrien einen nationalen Dialog unter Beteiligung aller Gruppen, das Zulassen von Parteien, die Aufarbeitung vergangener Verbrechen und die Stärkung der Zivilgesellschaft. "Wer den Anspruch hat, eine friedliche Zukunft in Syrien zu gestalten, darf die Debatte hierzulande nicht auf Abschiebungen reduzieren, sondern muss die Situation der Betroffenen in den Mittelpunkt stellen", fordert Amtsberg.
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