Deutschland, Berlin

Prozess nach Messerangriff am Holocaust-Mahnmal

20.11.2025 - 04:30:07

Mit blutverschmierten HĂ€nden wird der 19-JĂ€hrige in der NĂ€he des Holocaust-Mahnmals festgenommen. Kurz zuvor soll er einen Touristen mit einem Messer attackiert haben. Nun steht er vor Gericht.

  • Eine Woche nach der Tat ließ die Bundesanwaltschaft den TatverdĂ€chtigen in Karlsruhe vorfĂŒhren. (Archivbild) - Foto: Uli Deck/dpa

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  • Nun beginnt der Prozess dazu.  - Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

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  • Die Tat ereignete sich am Holocaust-Mahnmal. - Foto: Sebastian Gollnow/dpa

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  • Der 19-JĂ€hrige ist unter anderem wegen versuchten Mordes angeklagt.  - Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

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Eine Woche nach der Tat ließ die Bundesanwaltschaft den TatverdĂ€chtigen in Karlsruhe vorfĂŒhren. (Archivbild) - Foto: Uli Deck/dpaNun beginnt der Prozess dazu.  - Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpaDie Tat ereignete sich am Holocaust-Mahnmal. - Foto: Sebastian Gollnow/dpaDer 19-JĂ€hrige ist unter anderem wegen versuchten Mordes angeklagt.  - Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Nach einer mutmaßlich radikal-islamistisch und antisemitisch motivierten Messerattacke auf einen Besucher des Holocaust-Mahnmals in Berlin hat der Prozess begonnen. Angeklagt ist ein 19 Jahre alter anerkannter syrischer FlĂŒchtling, der zuletzt in Leipzig wohnte. Er wurde am 21. Februar wenige Stunden nach der Tat mit blutverschmierten HĂ€nden im Umfeld der GedenkstĂ€tte festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Schwer bewaffnet brachten ihn Beamte zum Prozess vor dem Berliner Kammergericht. 

Die Bundesanwaltschaft wirft dem 19-JĂ€hrigen versuchten Mord, gefĂ€hrliche Körperverletzung und versuchte Mitgliedschaft in einer auslĂ€ndischen terroristischen Vereinigung vor. Er soll am Tattag aus Sachsen in die Hauptstadt gefahren sein, um im Namen des «Islamischen Staats» (IS) den Angriff zu verĂŒben. 

Im Stelenfeld des Holocaust-Mahnmals, das an die Ermordung von sechs Millionen Juden unter der Herrschaft der Nationalsozialisten erinnert, soll er dann von hinten auf den Touristen aus Spanien eingestochen haben. Das damals 30 Jahre alte Opfer wurde lebensgefĂ€hrlich verletzt und musste notoperiert werden. Die Bundesanwaltschaft sieht die Mordmerkmale niedrige BeweggrĂŒnde und HeimtĂŒcke als erfĂŒllt an. 

Das Kammergericht hat bislang insgesamt zwölf Verhandlungstermine bis zum 29. Januar 2026 fĂŒr den Prozess geplant.

@ dpa.de

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