Bundestag beschlieĂt Gesetz fĂŒr bessere QualitĂ€t an Kitas
10.10.2024 - 23:23:23Der Bundestag gab dazu am spĂ€ten Abend mehrheitlich grĂŒnes Licht. Das neue Gesetz soll zum 1. Januar 2025 in Kraft treten.
Es sieht im Kern vor, dass die LĂ€nder auch in den kommenden beiden Jahren jeweils rund zwei Milliarden Euro vom Bund zur Verbesserung des Betreuungsangebots an Kitas erhalten sollen. Der Fokus soll dabei auf mehr Stellen fĂŒr Erzieherinnen und Erzieher liegen, vor allem in Westdeutschland. Allein dort wird nach Berechnungen von Experten an der TU Dortmund von einer PersonallĂŒcke von bis zu 90.000 FachkrĂ€ften bis 2030 in Kitas ausgegangen.
In ostdeutschen BundeslĂ€ndern könnte es wegen sinkender Kinderzahlen dagegen sogar zu einem PersonalĂŒberangebot kommen. Bundesmittel könnten hier nach Ansicht des federfĂŒhrenden Familienministeriums dazu genutzt werden, um bestehendes Personal zu halten und in QualitĂ€tsverbesserungen zu investieren. Auch fĂŒr die Bereiche Verpflegung, Bewegung, Sprachentwicklung und die Kindertagespflege stehen die Bundesmittel laut Gesetz zur VerfĂŒgung. Sie werden neben dem Hauptanliegen der Personal-Gewinnung als zentrale "Handlungsfelder" definiert.
LĂ€nder dĂŒrfen Bundesmittel kĂŒnftig nicht mehr fĂŒr Kita-GebĂŒhren nutzen
Was sich darĂŒber hinaus noch Ă€ndert: Die LĂ€nder dĂŒrfen die Mittel vom Bund, anders als bisher, kĂŒnftig nicht mehr zur Senkung von Kita-GebĂŒhren nutzen. Eine Ăbergangsfrist gilt bis Ende 2025. Den LĂ€ndern stehe es aber frei, ihre eigenen Mittel kĂŒnftig fĂŒr Beitragssenkungen einzusetzen, betonte Familienministerin Lisa Paus (GrĂŒne): "Die BundeslĂ€nder können weiter zusĂ€tzlich in die Kindertagesbetreuung investieren." Die Familienministerin geht daher nicht davon aus, dass die Kita-BeitrĂ€ge durch das neue Gesetz steigen werden.
Sie freue sich, dass es "trotz knapper Kassen" gelungen sei, die LĂ€nder weiterhin mit Milliardenmitteln fĂŒr Kitas auszustatten, erklĂ€rte Paus weiter. Zugleich deutete sie an, dass mit dem Gesetz noch keine gleichwertigen QualitĂ€tsstandards an allen Kitas erreicht werden könnten - auch wegen unterschiedlicher Ausgangsvoraussetzungen in den LĂ€ndern. Diese wĂŒrden aber angestrebt, sagte Paus. Der Fokus liege nun darauf, FachkrĂ€fte zu gewinnen und zu halten. "Denn damit steht und fĂ€llt die VerlĂ€sslichkeit der Kitas fĂŒr Kinder und Familien."

