Reformen, SPD

Klingbeil: Gesellschaft wird mehr arbeiten mĂŒssen

25.03.2026 - 14:00:04 | dpa.de

Mit Kanzler Merz will er in den nĂ€chsten Wochen weitreichende Reformen aushandeln. Jetzt skizziert der Vizekanzler seine Agenda fĂŒr Deutschland. Manche Idee dĂŒrfte die eigene Partei schmerzen.

CDU, CSU und SPD wollen in den nÀchsten Wochen Reformen aushandeln.  - Foto: Kay Nietfeld/dpa
CDU, CSU und SPD wollen in den nÀchsten Wochen Reformen aushandeln. - Foto: Kay Nietfeld/dpa

Mehr und lĂ€ngeres Arbeiten, verlĂ€ngerte Befristungen im Job, aber auch Steuern runter fĂŒr die meisten: Vizekanzler Lars Klingbeil skizziert in Berlin seine ReformplĂ€ne fĂŒr Deutschland. «DafĂŒr sind wir alle gefordert, Gewohnheiten aufzugeben, Blockaden aufzulösen», verlangt der SPD-Chef laut Redemanuskript. «2026 wird uns Mut abverlangen.» Einige seiner VorschlĂ€ge dĂŒrften auch in der eigenen Partei fĂŒr Aufruhr sorgen. 

Union und SPD wollen in den nĂ€chsten Wochen weitgreifende Reformen unter anderem bei Steuern, Gesundheit, Rente und in der Wirtschaftspolitik verabreden. Klingbeil hĂ€lt dafĂŒr strukturelle VerĂ€nderungen fĂŒr unverzichtbar. «Wir können nicht jede Krise und jedes Problem mit noch mehr Geld beantworten», sagt er bei einer Veranstaltung der Bertelsmann-Stiftung. 

Der SPD-Chef will unter anderem das Ehegattensplitting fĂŒr kĂŒnftige Ehen abschaffen und so fĂŒr die Besetzung zehntausender Vollzeitstellen sorgen. Damit sich Unternehmen trauten, trotz Unsicherheit mehr Menschen einzustellen, solle es lĂ€ngere Befristungsmöglichkeiten geben. Bei der Rente solle sich die Bundesregierung stĂ€rker an den Beitragsjahren orientieren. Das wĂŒrde bedeuten, dass Menschen, die spĂ€ter - etwa nach einem Studium - zu arbeiten beginnen, auch spĂ€ter in Rente gehen.

Mit einer Reform der Einkommensteuer sollten 95 Prozent der BeschĂ€ftigten entlastet werden, sagte Klingbeil. «Und zwar merklich, mit einigen hundert Euro im Jahr.» Im Gegenzug mĂŒssten hohe Einkommen und hohe Vermögen «einen Beitrag leisten».

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