Irakisches Ehepaar wegen Völkermordes verurteilt
Veröffentlicht: 13.07.2026 um 10:03 Uhr, dpa.deEin irakisches Ehepaar ist wegen der Versklavung jesidischer MĂ€dchen und Mitgliedschaft in der Terrorvereinigung Islamischer Staat (IS) verurteilt worden.Â
Das Oberlandesgericht (OLG) MĂŒnchen verhĂ€ngte eine lebenslange Freiheitsstrafe gegen den Mann und eine Jugendstrafe von neuneinhalb Jahren gegen die Frau - unter anderem wegen Völkermordes, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die beiden zwei jesidische MĂ€dchen im Irak als Sklavinnen kauften, ausbeuteten und dass der Mann, der als Friseur in der bayerischen Hauptstadt arbeitete, bevor er sich in einer MĂŒnchner Moschee radikalisiert haben soll, die Kinder sexuell missbrauchte.Â
AnklÀgerin sprach von «monströser Gewalt»
«Die monströse Gewalt liegt so fern jeglicher Menschlichkeit, dass sie unwirklich erscheint», hatte die Vertreterin des Generalbundesanwalts erklĂ€rt. Alles habe dem Ziel des IS gedient, den jesidischen Glauben zu vernichten. Die heute 30-jĂ€hrige Ehefrau hatte sich im Prozess entschuldigt und in ihrem letzten Wort gesagt: «Es tut mir leid». Ihr Ehemann hatte sich vor Gericht nicht Ă€uĂern wollen.
