Tabaksteuer soll stÀrker steigen als geplant
Veröffentlicht: 13.07.2026 um 10:00 Uhr, dpa.de
Die schwarz-rote Koalition will die Tabaksteuer stĂ€rker erhöhen als bisher geplant. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf eine sogenannte Formulierungshilfe des Bundesfinanzministeriums fĂŒr die Koalitionsfraktionen. Der durchschnittliche Preis fĂŒr eine Packung Zigaretten soll demnach bis 2030 schrittweise von aktuell rund 8 Euro auf fast 11,80 Euro steigen. Das wĂ€ren etwa 40 Cent mehr als vor einer Woche vom Bundeskabinett beschlossen.
Die Deutsche Presse-Agentur erfuhr aus Koalitionskreisen, die Regierungsfraktionen hÀtten entschieden, die im Regierungsentwurf vorgesehenen Steuertarife noch einmal nach oben anzupassen. So solle vor allem der Aspekt des Gesundheitsschutzes noch einmal gestÀrkt werden.
Sparpaket im Gesundheitswesen
Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU) verwies im ARD-«Morgenmagazin» zur Tabaksteuer auf VerĂ€nderungen zugunsten der KrankenhĂ€user und der stationĂ€ren Versorgung. Nach dem Bundestag hatte am Freitag auch der Bundesrat den Weg fĂŒr ein Sparpaket von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) freigemacht, das die KrankenkassenbeitrĂ€ge stabil halten soll. Es sieht Milliarden-Ausgabenbremsen bei Praxen, KrankenhĂ€usern und Pharmabranche vor. Dabei war der Bund den LĂ€ndern noch mit finanziellen ZugestĂ€ndnissen fĂŒr die Kliniken entgegengekommen.Â
Wie das RND berichtete, sollen die geplanten die Ănderungen bei der Tabaksteuer jĂ€hrlich jeweils rund 800 Millionen Euro mehr in die Kasse des Bundes spĂŒlen als bisher vorgesehen. Konkret solle der durchschnittliche Packungspreis fĂŒr Zigaretten 2027 auf 9,10 Euro steigen, bisher geplant gewesen seien 8,77. Dann soll es demnach schrittweise bis zum Jahr 2030 hochgehen auf 11,78 Euro.
Haushaltskonsolidierung und Gesundheitsschutz
Aus Koalitionskreisen hieĂ es nun zum Beschluss des Bundeskabinetts zur Erhöhung der Tabaksteuer, dies diene der Haushaltskonsolidierung. Der Bund muss MilliardenlĂŒcken schlieĂen. Die Erhöhung diene aber auch dem Schutz der öffentlichen Gesundheit und stehe im Einklang mit dem Ziel der Bundesregierung, die Raucherquote von Jugendlichen und Erwachsenen zu senken.
