Sicherheitspolitiker warnen vor iranischen AnschlÀgen
Veröffentlicht: 13.07.2026 um 06:05 Uhr, dts-nachrichtenagentur.deDer CDU-Sicherheitspolitiker Roderich Kiesewetter sagte dem "Handelsblatt", er gehe davon aus, dass das Terrorregime bereits seit geraumer Zeit gezielte Tötungen und TerroranschlĂ€ge im Westen und auch in Deutschland plane und vorbereite. Das Risiko sei groĂ, dass iranische Dienste und ihre Netzwerke auch in Deutschland AnschlĂ€ge verĂŒbten. Teheran greife dabei auf verbĂŒndete Strukturen zurĂŒck. Das Regime nutze Hisbollah-nahe oder andere schiitisch-extremistische Netzwerke, so Kiesewetter. Die Veröffentlichung der Liste sei ein gezielter EinschĂŒchterungsversuch. Umso unverstĂ€ndlicher sei es, dass man iranische "Diplomaten" nicht lĂ€ngst ausgewiesen habe, sondern eher auf Appeasement setze.
Auch GrĂŒnen-Fraktionsvize Konstantin von Notz warnte vor einer neuen QualitĂ€t der Bedrohung. Eine solche Listung durch eine iranische Zeitung geschehe mit allergröĂter Wahrscheinlichkeit nicht ohne Billigung oder gar im direkten Auftrag des Mullah-Regimes, sagte er dem "Handelsblatt". Das Risiko, dass iranische Nachrichtendienste bei Vergeltungsaktionen auf Stellvertreter in Deutschland zurĂŒckgriffen, sei Ă€uĂerst real. Insbesondere Hisbollah-nahe Strukturen mĂŒssten stĂ€rker in den Blick genommen werden.
SPD-Innenpolitiker Sebastian Fiedler sieht ebenfalls eine verschĂ€rfte Bedrohungslage. Als mögliche Akteure nannte er extremistische Strukturen, kriminelle Netzwerke und bezahlte GewalttĂ€ter. Auch ĂŒber das Internet angeworbene Personen kĂ€men infrage. Die angeworbenen Personen wĂŒrden dabei hĂ€ufig ihre konkreten Auftraggeber und die HintergrĂŒnde nicht kennen, sagte Fiedler dem "Handelsblatt". Entsprechend groĂ sei die Herausforderung fĂŒr die Sicherheitsbehörden.
