Kabinett bringt Bafög-Reform auf den Weg
06.03.2024 - 11:47:37
Das Bundeskabinett hat in Berlin eine weitere Bafög-Reform auf den Weg gebracht. Das Gesetzesvorhaben aus dem Haus von Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) sieht unter anderem eine erneute Erhöhung der EinkommensfreibetrĂ€ge bei der Anrechnung des Bafög vor, was den Kreis der Berechtigten nochmals erweitern soll. Die Zahl der EmpfĂ€nger der staatlichen Ausbildungsförderung war im vergangenen Jahrzehnt stark zurĂŒckgegangen.
Nicht vorgesehen ist eine Anhebung der Bafög-SÀtze. Gewerkschaften und Studierendenvertreter kritisierten das erneut mit Blick auf die gestiegenen Lebenshaltungskosten. Die SÀtze waren von der Ampel zuletzt zum Wintersemester 2022/2023 um 5,75 Prozent erhöht worden.
Mit Reform wird auch eine Studienstarthilfe eingefĂŒhrt
Wer studiert und noch bei den Eltern wohnt, kann in der Regel aktuell bis zu 511 Euro pro Monat bekommen - darin enthalten sind ein sogenannter Grundbedarf von 452 Euro plus 59 Euro fĂŒrs Wohnen. AuswĂ€rts sind es 452 plus 360 Euro fĂŒr die Unterkunft. Möglich sind zudem weitere ZuschlĂ€ge fĂŒr die Kranken- und Pflegeversicherung, wenn Studierende nicht mehr bei den Eltern versichert sind. Da Vermögen, eigenes Einkommen, Einkommen der Eltern und Ehepartner angerechnet werden, ist die eigentliche Bafög-Höhe aber immer individuell.
Mit der Reform wird auch eine sogenannte Studienstarthilfe eingefĂŒhrt. StudienanfĂ€nger aus Ă€rmeren Familien können ab Herbst mit einem staatlichen Zuschuss von 1000 Euro zur Anschaffung von Laptops, BĂŒchern oder zur Finanzierung von Umzugskosten am Studienort rechnen.

