Integrationsminister stemmen sich gegen Dobrindts KĂŒrzungsplĂ€ne
23.04.2026 - 07:49:26 | dts-nachrichtenagentur.deEs stehe zu befĂŒrchten, schreiben Verena SchĂ€ffer (Nordrhein-Westfalen), Aminata TourĂ© (Schleswig-Holstein), Katharina Binz (Rheinland-Pfalz) und Manfred Lucha (Baden-WĂŒrttemberg), dass die MaĂnahme "die angestrebte Beschleunigung der Verfahren konterkariert und stattdessen zu Verzögerungen fĂŒhrt".
Die aktuelle Haushaltsplanung sieht einen vollstĂ€ndigen Wegfall der Mittel vor. Dadurch könnten viele Anlaufstellen fĂŒr Asylsuchende finanzielle Probleme bekommen.
"Die unabhĂ€ngige Asylverfahrensberatung ist ein zentraler Baustein fĂŒr einen reibungslosen Ablauf von Asylverfahren", sagte Nordrhein-Westfalens Integrations- und Fluchtministerin SchĂ€ffer dem "Spiegel". Damit könnten Verfahren effizienter gestaltet und Betroffene besser informiert werden. Wenn Asylsuchende gut informierte Entscheidungen treffen könnten, entlaste das auch Behörden und Gerichte.
Die Beratungen wurden 2023 von der damaligen Ampelkoalition eingefĂŒhrt. Laut Paragraf 12a des Asylgesetzes fördert der Bund eine "behördenunabhĂ€ngige, ergebnisoffene, unentgeltliche, individuelle und freiwillige Asylverfahrensberatung". Asylsuchende können sich so bereits vor ihrer Anhörung in vertraulichen GesprĂ€chen an Beratungsstellen wenden und Fragen zu ihrem persönlichen Verfahren stellen. Union und SPD hatten sich in ihrem Koalitionsvertrag darauf verstĂ€ndigt, dieses Beratungsangebot ergebnisoffen zu evaluieren.
Heute trifft sich die Integrationsministerkonferenz zum zweiten Tag ihrer Beratungen in Essen.
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