Studie: Hass im Netz nimmt weiter zu
13.02.2024 - 10:16:57Besonders hĂ€ufig betroffen sind nach eigenen Angaben Personen mit sichtbarem Migrationshintergrund (30 Prozent), junge Frauen (30 Prozent) und Menschen mit homosexueller (28 Prozent) und bisexueller (36 Prozent) Orientierung. Fast jede zweite junge Frau (42 Prozent) erhielt bereits ungefragt ein Nacktfoto. Das hat laut Studie auch Einfluss auf die freie MeinungsĂ€uĂerung: Mehr als die HĂ€lfte der Befragten bekennt sich aus Angst im Internet seltener zur eigenen politischen Meinung (57 Prozent), beteiligt sich seltener an Diskussionen (55 Prozent) und formuliert BeitrĂ€ge bewusst vorsichtiger (53 Prozent). 82 Prozent der Befragten fĂŒrchten, dass Hass im Netz die Vielfalt im Internet gefĂ€hrdet. Mehr als drei Viertel (76 Prozent) sind besorgt, dass durch Hass im Netz auch die Gewalt im Alltag zunimmt. Der GroĂteil (89 Prozent) stimmt zu, dass Hass im Netz in den letzten Jahren zugenommen hat. "Ob toxische Kommentare, Drohungen, beĂ€ngstigende Kampagnen: Hass im Netz ist allgegenwĂ€rtig", sagte Paus. "Viele Menschen sind davon abgestoĂen oder eingeschĂŒchtert, halten sich zurĂŒck oder schweigen." Das gebe denen Raum, die "laut und aggressiv" seien. "Es bedroht unsere Demokratie", so die Ministerin.


