Warken stellt GKV-Sparpaket vor
14.04.2026 - 13:33:01 | dts-nachrichtenagentur.deDie zweite Leitlinie sei, dass die Ausgaben für die Versicherten einen nachweisbaren Nutzen haben müssten. "Regelungen, die diesem Anspruch nicht gerecht werden, können nicht mehr finanziert werden." Angesichts der finanziellen Herausforderungen müssten alle Bereiche und alle Beteiligten ihren Beitrag leisten. "Sonst können wir das Defizit schlicht nicht decken."
Insgesamt will Warken über drei Viertel der von der Finanzkommission vorgeschlagenen Maßnahmen umsetzen. Konkret schlägt sie unter anderem vor, im stationären Bereich die sogenannte Meistbegünstigungsklausel dauerhaft zu streichen. Zudem sollen Zuwächse beim Pflegebudget begrenzt und die schrittweise Einführung eines verpflichtenden Zweitmeinungsverfahrens vorangetrieben werden.
Im vertragsärztlichen Bereich wird unter anderem die Abschaffung der extrabudgetären Vergütungen für Leistungen in offenen Sprechstunden und Vermittlungsfällen vorgeschlagen. Bei den Krankenkassen sollen die Verwaltungsausgaben begrenzt und die Werbeausgaben halbiert werden.
Durch die Maßnahmen können laut Warken im kommenden Jahr fast zwölf Milliarden Euro eingespart werden. "Das alleine reicht aber noch nicht", so die Ministerin. "Und um das Defizit wirklich nachhaltig zu decken, müssen auch Versicherte und Arbeitgeber einen Beitrag leisten." Aber ohne diese Maßnahmen würde die Belastung der Versicherten und der Arbeitgeber "um ein Vielfaches höher ausfallen als mit der Reform", ergänzte Warken.
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