FW-GL: Viele Einsätze bei großer Hitze: Feuerwehr und Rettungsdienst in Bergisch Gladbach stark gefordert
28.06.2026 - 11:03:25 | presseportal.de
Die Feuerwehr wurde unter anderem zu mehreren automatischen Brandmeldeanlagen, ausgelösten Heimrauchmeldern, Kleinbränden, Türöffnungen, Personen in Aufzügen, technischen Hilfeleistungen, einer Ölspur sowie zu Tieren in Notlage alarmiert.
Bereits in der Nacht zum Freitag musste in Frankenforst ein Baum von einer Fahrbahn entfernt werden. Im weiteren Verlauf des Freitags folgten unter anderem automatische Brandmeldungen in Heidkamp und Stadtmitte, eine Türöffnung in Bensberg sowie zwei Einsätze mit Tieren in Notlage in Refrath und Katterbach. In Katterbach war ein Reh in einen privaten Pool gefallen und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien. Mit einem beherzten Griff befreiten die Einsatzkräfte das Tier aus seiner misslichen Lage. Nach der Rettung flüchtete das Reh wieder zurück in den Wald.
Am Freitagabend wurde die Feuerwehr innerhalb kurzer Zeit zweimal zu Kleinbränden nach Bensberg alarmiert. Zudem musste eine Ölspur in Katterbach abgestreut werden.
Auch der Samstag begann früh: Um 00:07 Uhr wurden Personen aus einem steckengebliebenen Aufzug in Hand befreit. Im Tagesverlauf lösten mehrere Heimrauchmelder in Bensberg und Stadtmitte aus. Außerdem kam es am frühen Samstagmorgen zu einem Verkehrsunfall in Stadtmitte. Am Nachmittag und Abend folgten weitere Einsätze, darunter eine technische Hilfeleistung in Bensberg, ein Kleinbrand in Hebborn sowie eine Türöffnung in Paffrath.
Auch der Rettungsdienst der Feuerwehr Bergisch Gladbach war in den vergangenen 48 Stunden stark gefordert. Zeitweise waren alle verfügbaren Rettungsmittel im Stadtgebiet in Einsätzen gebunden. Der Rheinisch-Bergische Kreis hat als Träger des Rettungsdienstes am Samstagnachmittag lageangepasst zwei zusätzliche Rettungswagen (RTW) und drei Krankentransportwagen (KTW) in Dienst gestellt, um die rettungsdienstliche Versorgung im Kreisgebiet weiter zu unterstützen.
Auch die Löschfahrzeuge der beiden Wachen der Berufsfeuerwehr wurden als sogenannte First Responder zu medizinischen Notfällen alarmiert. Die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr verfügen mindestens über die Qualifikation als Rettungssanitäterin oder Rettungssanitäter, viele zusätzlich über die Ausbildung zur Notfallsanitäterin oder zum Notfallsanitäter. Die Löschfahrzeuge führen eine medizinische Grundausstattung mit, um bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes erste Maßnahmen einleiten zu können.
"Gerade bei diesen Temperaturen sind auch kleinere Einsätze körperlich deutlich belastender als an normalen Tagen. Unsere Einsatzkräfte arbeiten häufig unter schwerer Schutzkleidung, teilweise in direkter Sonne und mit hoher körperlicher Beanspruchung", erklärt Stadtbrandinspektor Frank Haag, diensthabender A-Dienst der Feuerwehr Bergisch Gladbach.
Ein besonderer Dank gilt den Mitarbeitenden der Feuerwehr Bergisch Gladbach, die die Dienstzeit bei diesen außergewöhnlichen Temperaturen mit viel Wasser, großer Disziplin und dem ein oder anderen Eis gemeistert haben.
Die Feuerwehr bittet die Bevölkerung weiterhin um umsichtiges Verhalten bei der aktuellen Hitze: ausreichend trinken, körperliche Anstrengungen möglichst in die kühleren Tageszeiten verlegen, ältere und hilfsbedürftige Menschen im Blick behalten und Kinder oder Tiere niemals im Fahrzeug zurücklassen.
Die Feuerwehr Bergisch Gladbach war in den vergangenen 48 Stunden mit Kräften der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz. (es)
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