K.-o.-Tropfen: Richterbund hĂ€lt hĂ€rtere Strafen fĂŒr unzureichend
31.12.2025 - 00:00:00Die oftmals unterbesetzten Staatsanwaltschaften seien aber heute kaum noch in der Lage, Sexualstrafverfahren zĂŒgig zu bearbeiten. "Je mehr Zeit aber zwischen der Straftat und der spĂ€teren Vernehmung im Strafprozess vergeht, desto schwieriger wird die Wahrheitsfindung. Zudem ist es fĂŒr die Betroffenen extrem belastend, wenn sich die Verfahren gegen ihre Peiniger ĂŒber Monate und Jahre hinziehen." Vergewaltigungen und Raubstraftaten unter Einsatz narkotisierender Substanzen seien "besonders perfide und gefĂ€hrlich", sagte Rebehn. "SchĂ€rfere Strafgesetze bleiben Symbolpolitik, solange die BundeslĂ€nder nicht mitziehen und ihre Strafjustiz nicht deutlich besser ausstatten." Bundesweit stapelten sich bei den Staatsanwaltschaften inzwischen zahlreiche unerledigte Strafakten, erklĂ€rte der BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Richterbunds. "Immer öfter werden Verfahren vorzeitig eingestellt, nur noch jeder 16. Fall fĂŒhrt zu einer Anklage vor Gericht."


