Gesundheit, Gesellschaft

Drogenbeauftragter warnt vor neuer Opioidkrise

21.10.2025 - 13:47:36

Der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht und Drogenfragen, Hendrik Streeck (CDU), sieht Deutschland für eine mögliche Opioidkrise schlecht gerüstet.

"Wir geben als Staat Milliarden für vieles aus, schaffen es aber nicht, die Suchthilfe verlässlich zu finanzieren", sagte Streeck dem "Tagesspiegel". Viele Träger lebten von Projekt zu Projekt, weil Suchthilfe keine gesetzlich verankerte Pflichtaufgabe sei. "Dabei stehen wir möglicherweise am Beginn einer Opioidkrise", warnte Streeck.

"Deshalb müssen wir die Suchthilfe jetzt stärken und dauerhaft absichern, statt sie im Förderdschungel hängenzulassen." Nachdem sich die Zahl der Drogentoten in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt hat, forderte Streeck "eine umfassende, ambitionierte und integrierte Drogenstrategie". Nötig sei eine bessere Abstimmung zwischen den Ressorts und eine engere Zusammenarbeit von Bund und Ländern. "Dazu gehört ein flächendeckendes Monitoring- und Warnsystem, das Rettungskräfte, Polizei und Suchthilfen frühzeitig informiert, welche gefährlichen Substanzen im Umlauf sind." Nur so könne man schnell reagieren und Ressourcen effizient einsetzen.

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Krebssterblichkeit sinkt in fast allen Altersgruppen. Doch Krebs bleibt zweithäufigste Todesursache - vor allem wegen einer Variante. Das Statistische Bundesamt vergleicht die Situation bei Krebs mit der vor 20 Jahren und sieht viele positive Trends. (Wissenschaft, 02.02.2026 - 11:35) weiterlesen...

Altersstandardisierte Krebsmortalität in Deutschland sinkt. Doch Krebs bleibt zweithäufigste Todesursache - vor allem wegen einer Variante. Das Statistische Bundesamt vergleicht die Situation bei Krebs mit der vor 20 Jahren - und sieht viele positive Trends. (Wissenschaft, 02.02.2026 - 10:44) weiterlesen...

Umfrage: Senioren befürworten digitale Gesundheitslösungen Die Mehrheit der Senioren in Deutschland sieht digitale Gesundheitsangebote als große Chance. (Sonstige, 02.02.2026 - 09:46) weiterlesen...

Sterblichkeit aufgrund von Krebs geht zurück Krebs führt gerade bei Menschen im jüngeren und mittleren Alter seltener zum Tod als noch vor 20 Jahren, auch wenn insgesamt die Zahl der an Krebs Gestorbenen steigt.230.400 Menschen in Deutschland sind im Jahr 2024 an Krebs gestorben, das waren 10,1 Prozent mehr als im Jahr 2004 (209.300), wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mitteilte. (Sonstige, 02.02.2026 - 08:08) weiterlesen...

Sehr früh aufstehen? Schlafexperten warnen vor dem Trend Ist frühes Aufstehen der Schlüssel zu einem erfüllten Leben? Warum das Trend-Rezept vom Frühaufstehen zum Gesundheitsrisiko werden kann – und was wirklich für erholsamen Schlaf zählt. (Wissenschaft, 02.02.2026 - 05:00) weiterlesen...

Rotes Kreuz fordert Selbstschutzunterricht für Kinder Der NRW-Landesbeauftragte des Deutschen Roten Kreuzes für den Bevölkerungsschutz, Uwe Krischer, warnt davor, dass weite Teile der Bevölkerung trotz der ernsten Sicherheitslage nicht auf Krieg und andere große Krisen vorbereitet seien. (Sonstige, 02.02.2026 - 05:00) weiterlesen...