Kommunen, EinschrÀnkung

Kommunen drÀngen auf schnelle EinschrÀnkung von Verbandsklagen

08.07.2025 - 01:00:00

Der Spitzenverband der Kommunen drĂ€ngt auf eine zĂŒgige Begrenzung von Verbandsklagen, damit das Geld aus den Sondervermögen schneller verbaut werden kann.

"Das Verbandsklagerecht muss auf den PrĂŒfstand und reformiert werden, denn hĂ€ufig wird es von VerbĂ€nden pauschal genutzt, um Infrastrukturprojekte zu blockieren", sagte AndrĂ© Berghegger, HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Deutschen StĂ€dte- und Gemeindebundes (DStGB), der "Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung" (NOZ). "Gegebenenfalls sollten VerbĂ€nde nur gegen Projekte klagen können, wenn sie direkt vom Investitionsvorhaben betroffen oder nicht ordnungsgemĂ€ĂŸ im Genehmigungsverfahren beteiligt worden sind." Union und SPD haben im Koalitionsvertrag vereinbart, das Verbandsklagerecht vor Verwaltungsgerichten zu straffen, auf die tatsĂ€chliche Betroffenheit auszurichten und auf eine "internationale Reduzierung" hinzuwirken. Über konkrete Vorbereitungen im Haus von Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) wurde bislang nichts bekannt. "Wir wĂŒrden uns wĂŒnschen, dass sich die Koalition dieser Baustelle rasch annimmt", sagte Berghegger dazu der "NOZ". "Denn das könnte den ersehnten Aufschwung zusĂ€tzlich beschleunigen."

Hintergrund sind die 100 Milliarden Euro, die LĂ€ndern und Kommunen aus dem Sondervermögen Infrastruktur zustehen. "Wenn jetzt konkrete und langfristige Finanzierungszusagen folgen und klar ist, dass die AuftrĂ€ge kommen, dann können endlich KapazitĂ€ten fĂŒr Planung und Umsetzung aufgebaut werden, und zwar bei den Kommunen und in der lokalen Wirtschaft", sagte der DStGB-Chef dazu. "Aber aus Sicht der StĂ€dte und Gemeinden mĂŒssen wir einen besseren Weg finden, den Rechtsstaat zu wahren, ohne dass Verfahren ĂŒber Jahre bis Jahrzehnte in die LĂ€nge gezogen werden können." DafĂŒr gĂ€be es neben der Reform des Verbandsklagerechts einen zweiten Ansatz: "Derzeit kann ein KlĂ€ger nach einer Genehmigung zur nĂ€chsten Instanz gehen, wenn er meint, neue Argumente gegen ein Projekt gefunden zu haben", so Berghegger in der "NOZ". "Aus unserer Sicht muss es eine Möglichkeit geben, dass eine Instanz final entscheiden kann und danach Rechtssicherheit garantiert ist, damit die Bagger losrollen können."

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