Bericht: Regierung zweifelt an gemeinsamem Eurofighter-Nachfolger
29.01.2026 - 00:01:00 | dts-nachrichtenagentur.deStattdessen werde man eine "Zwei-Fighter-Lösung" verfolgen - also zwei verschiedene Kampfjets, gebaut von unterschiedlichen Unternehmen. Andere geplante Komponenten von FCAS sollten dagegen weiter gemeinsam entwickelt werden, insbesondere eine Datenplattform ("Combat Cloud"), die Kampfflugzeuge und Begleitdrohnen miteinander vernetzen soll.
Auf Anfrage des "Stern" teilte ein Regierungssprecher mit, dass "aufgrund der KomplexitĂ€t des Projekts noch keine abschlieĂende Entscheidung zur Zukunft von FCAS getroffen" wurde. Dem Bericht zufolge erwartet die Bundesregierung bis spĂ€testens Ende Februar von der französischen Seite finale Klarheit ĂŒber die Zukunft des Projekts. Dann will Macron eine groĂe auĂenpolitische Rede halten.
Das FCAS-Projekt (Future Combat Air System) war 2017 von der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Macron als deutsch-französisches Symbolprojekt gestartet worden. Die Entwicklungskosten fĂŒr das ultramoderne Luftkampfsystem aus einem Kampfflugzeug der sechsten Generation, Begleitdrohnen und FĂŒhrungssoftware wurden auf rund 100 Milliarden Euro geschĂ€tzt. Der Superjet sollte 2040 einsetzbar sein.
Mit der Umsetzung wurden von den PartnerlĂ€ndern, zu denen 2019 auch Spanien kam, federfĂŒhrend zunĂ€chst der französische Flugzeugbauer Dassault und Airbus beauftragt. Schon bald kam es allerdings zu Streit zwischen den beteiligten Unternehmen aus Deutschland und Frankreich ĂŒber die Verteilung von FĂŒhrungsrolle und Arbeitspaketen. Wegen der Blockade geht in der Entwicklung seit Monaten kaum mehr etwas voran.
