Sterblichkeit von MÀnnern in allen Altersgruppen höher
30.10.2025 - 08:19:10In den Altersgruppen zwischen 35 und 84 Jahren lag sie um 50 bis 85 Prozent ĂŒber der Sterblichkeit der Frauen. Die erhöhte Sterblichkeit von MĂ€nnern im Jahr 2024 schlĂ€gt sich in einer geringeren Lebenserwartung nieder. Die durchschnittliche Lebenserwartung von MĂ€nnern bei Geburt lag nach den Ergebnissen der aktuellen Sterbetafel 2022/24 um 4,7 Jahre niedriger als bei Frauen. Bei MĂ€nnern betrug sie 78,5 Jahre, bei Frauen 83,2 Jahre. Binnen 20 Jahren ist die Lebenserwartung von MĂ€nnern (2002/04: 75,9 Jahre) um 2,6 und von Frauen (2002/04: 81,6 Jahre) um 1,6 Jahre gestiegen. Die Differenz zwischen den Geschlechtern hat in diesem Zeitraum um ein Jahr abgenommen. Als maĂgebliche GrĂŒnde fĂŒr die steigende Lebenserwartung gelten gestiegener Wohlstand und eine verbesserte gesundheitliche Versorgung. Die spezifischen Hauptursachen, die zum Tod fĂŒhren, sind bei MĂ€nnern hĂ€ufig andere als bei Frauen. Herzkrankheiten, Krebserkrankungen sowie Verletzungen, Vergiftungen und andere Ă€uĂere Ursachen waren im Jahr 2024 unter den Haupttodesursachen bei MĂ€nnern. 65.435 MĂ€nner starben an ischĂ€mischen Herzkrankheiten (Durchblutungsstörungen des Herzens), bei Frauen waren es 48.038 SterbefĂ€lle. Darunter fĂŒhrten Herzinfarkte bei MĂ€nnern (24.875 SterbefĂ€lle) hĂ€ufiger als bei Frauen (16.383 SterbefĂ€lle) zum Tod. Die hĂ€ufigsten SterbefĂ€lle durch Krebs bei MĂ€nnern verursachten im Jahr 2024 Lungen-, Prostata- und Darmkrebs. An Lungen- sowie Darmkrebs starben MĂ€nner hĂ€ufiger als Frauen. Bei Lungenkrebs waren es 26.465 SterbefĂ€lle bei MĂ€nnern gegenĂŒber 18.716 SterbefĂ€llen bei Frauen. Hier spielen auch die unterschiedlichen Rauchgewohnheiten von MĂ€nnern und Frauen eine Rolle - wobei diese sich zuletzt annĂ€herten. Prostatakrebs trat nur bei MĂ€nnern auf (15.486 SterbefĂ€lle). Darmkrebs fĂŒhrte bei 12.741 MĂ€nnern zum Tod, bei Frauen waren es 10.820 SterbefĂ€lle. An Verletzungen, Vergiftungen und bestimmten anderen Folgen Ă€uĂerer Ursachen starben MĂ€nner im Jahr 2024 hĂ€ufiger als Frauen: 27.924 MĂ€nner gegenĂŒber 20.984 Frauen. Dazu zĂ€hlen unter anderem SterbefĂ€lle aufgrund von UnfĂ€llen, Suiziden und tĂ€tlichen Angriffen. Seltener als Frauen starben MĂ€nner 2024 beispielsweise infolge psychischer und Verhaltensstörungen (28.131 MĂ€nner gegenĂŒber 44.050 Frauen), darunter auch aufgrund von Demenzerkrankungen. Bei den Krankheiten des Kreislaufsystems stechen die Hochdruckkrankheit (Hypertonie) und die Herzinsuffizienz als Todesursachen hervor, die bei MĂ€nnern seltener als bei Frauen auftreten. Geschlechterunterschiede sind auch bei den Ursachen fĂŒr stationĂ€re Krankenhausbehandlungen zu erkennen, so das Bundesamt weiter. Die drei hĂ€ufigsten Hauptdiagnosen dafĂŒr bei MĂ€nnern waren im Jahr 2023 Herzinsuffizienz, Vorhofflattern und Vorhofflimmern sowie psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol. Bei Herzinsuffizienz war das VerhĂ€ltnis zwischen MĂ€nnern (232.100 KrankenhausfĂ€lle) und Frauen (236.500 KrankenhausfĂ€lle) nahezu ausgeglichen. Bei der Diagnose Vorhofflattern und Vorhofflimmern waren es etwas mehr Behandlungen bei MĂ€nnern (185.400) als bei Frauen (164.700). Geschlechtsspezifische Unterschiede im Risiko- und Suchtverhalten spiegeln sich in der Zahl der BehandlungsfĂ€lle aufgrund von psychischen oder Verhaltensstörungen durch Alkohol wider: Diese Diagnose wurde fast dreimal so hĂ€ufig bei MĂ€nnern (169.800) wie bei Frauen (62.900) gestellt.


