KriminalitÀt, Gesellschaft

Wenn die Angst mitfÀhrt - neue Studie zeigt, wie Sicherheitsbedenken das nÀchtliche Leben von Frauen prÀgt

31.12.2025 - 10:00:01

Berlin - Eine gemeinsame Erhebung von TERRE DES FEMMES und Bolt macht sichtbar, wie Sicherheitsbedenken die MobilitÀt von Frauen in deutschen StÀdten einschrÀnken.

Eine neue, reprĂ€sentative Studie von TERRE DES FEMMES, Deutschlands grĂ¶ĂŸte und Ă€lteste Frauenrechtsorganisation, und Bolt, Europas grĂ¶ĂŸter MobilitĂ€tsplattform, wurde veröffentlicht. Die Befragung wurde am 30.9. und 2.10. durchgefĂŒhrt und es wurden 2057 Personen befragt. Sie zeigt deutlich, wie stark Sicherheitsbedenken die nĂ€chtliche MobilitĂ€t von Frauen in deutschen StĂ€dten beeinflussen und wo es dringenden Handlungsbedarf gibt, damit Frauen sich sicher im öffentlichen Raum, insbesondere nachts, bewegen können. Die Ergebnisse zeigen: Sicherheit ist keine individuelle Vorsichtsmaßnahme, sondern eine gesellschaftliche Aufgabe - und eine Grundvoraussetzung fĂŒr gleichberechtigte Teilhabe am urbanen Leben. "Frauen im öffentlichen Raum haben vor allem Angst vor unbeleuchteten Straßen und was dort passieren kann, nicht vor Menschen mit Migrationsgeschichte." *, so Christa Stolle, BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrerin von TERRE DES FEMMES

Sicherheit als entscheidender Faktor der MobilitÀt

48 Prozent der befragten Frauen nannten Sicherheit als wichtigsten Faktor bei der Wahl ihres Verkehrsmittels am Abend, nur 6 Prozent achten vorrangig auf den Preis. MĂ€nner stellen hingegen hĂ€ufiger die VerfĂŒgbarkeit (33 Prozent) in den Vordergrund (Sicherheit: 25 Prozent).

"Diese Zahlen geben datenbasierte Informationen wieder, welche Erfahrungen Frauen tĂ€glich im öffentlichen Raum machen", sagt Christa Stolle, BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrerin von TERRE DES FEMMES. "Sicherheit ist keine Privatsache, sondern eine öffentliche Verantwortung.: Stadtplanung, Beleuchtung und MobilitĂ€tsangebote mĂŒssen die LebensrealitĂ€t von Frauen stĂ€rker einbeziehen und auch ihnen Sicherheit bieten. Eine Stadt sollte ein sicherer Begegnungsort fĂŒr alle sein und niemanden ausschließen." *

Nachts unterwegs: zwischen LĂŒcke und Unsicherheit

Deutsche StÀdte gelten im Allgemeinen als offen, lebendig und gut vernetzt - doch das Empfinden von Sicherheit verteilt sich ungleich:

Nahezu jede zweite Frau (49 Prozent) hat schon einmal ein Verkehrsmittel bewusst gemieden, weil sie sich nicht sicher fĂŒhlte - am hĂ€ufigsten den ÖPNV (71 Prozent), gefolgt vom Zu-Fuß-Gehen (61 Prozent).

Die stille Routine der Vorsicht

Unsicherheit zeigt sich selten laut - sondern in kleinen, alltĂ€glichen Schutzritualen. Wenn Frauen sich nachts unwohl fĂŒhlen,

Auch Kleidung wird Teil dieser Schutzlogik: Fast jede vierte Frau (19 Prozent) gibt an, anders zu kleiden, wenn sie abends/nachts mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu einer Party o.a. fĂ€hrt - das sogenannte "Subway-Shirt"-PhĂ€nomen, bei dem Frauen bewusst neutralere Kleidung fĂŒr den Weg zwischen Club und Bahn wĂ€hlen.

41 Prozent der Frauen haben schon einmal auf eine Veranstaltung verzichtet, weil sie keine Möglichkeit fĂŒr den Heimweg sahen.

Was Frauen Sicherheit gibt

Gefragt nach dem grĂ¶ĂŸten Sicherheitsfaktor nannten Frauen vor allem:

Sicherheit, so wird deutlich, entsteht aus Struktur, VerlÀsslichkeit und sozialer Einbettung - nicht allein aus Vorsicht.

Digitale MobilitÀt als Teil der Lösung

Auch digitale Dienste können zu mehr Sicherheit beitragen, wenn sie Vertrauen aufbauen. Unter denjenigen, die Ride-Hailing nutzen, nennen Frauen vor allem verifizierte Fahrer:innen-Profile (39 Prozent), Anzeige von Fahrzeug / Kennzeichen & Strecke in der App (23 Prozent), In-App-Sicherheitsfunktionen wie 'Fahrt teilen' oder den SOS-Button (23 Prozent), sowie den 24/7-Support (20 Prozent) als wichtigste Sicherheitsmerkmale.

Diese Ergebnisse unterstreichen das Potenzial digitaler Lösungen, Sicherheit durch klare Strukturen, Nachvollziehbarkeit und sofortige UnterstĂŒtzung zu stĂ€rken - insbesondere bei nĂ€chtlichen Fahrten.

"Diese Studie ist Spiegel und Auftrag zugleich", sagt Christoph Hahn, General Manager von Bolt Deutschland. "Sie zeigt, wo unsere StÀdte noch zu wenig Schutz bieten - und dass Technologie helfen kann. Verifizierte Fahrer:innen, transparente Routen, die Möglichkeit, eine Fahrt zu teilen - all das stÀrkt Vertrauen. Sicherheit darf keine Frage des Zufalls sein."

Ein gemeinsames Ziel: Sichere NĂ€chte in der Stadt

FĂŒr beide Partner ergibt sich aus den Ergebnissen ein gemeinsamer Auftrag: Sicherheit ist eine Voraussetzung fĂŒr Gleichberechtigung im öffentlichen Raum. TERRE DES FEMMES wird sich weiterhin fĂŒr eine frauenfreundliche Stadtplanung und politische Maßnahmen einsetzen, die nĂ€chtliche MobilitĂ€t sicherer machen.

Bolt investiert seinerseits in technologische Sicherheitslösungen, AufklÀrungskampagnen und Kooperationen, die Vertrauen und ZugÀnglichkeit im urbanen Verkehr stÀrken.

"Sicherheit bedeutet mehr als Fortbewegung - sie bedeutet Bewegungsfreiheit", so Hahn. "Jede Frau sollte sicher nach Hause kommen können, unabhÀngig von Uhrzeit, Route oder Kleidung."

Methodik

Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. FĂŒr diese Befragung wurden im Zeitraum 30.09. und 02.10.2025 insgesamt 2057 Personen befragt. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind reprĂ€sentativ fĂŒr die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.

* Dieses Statement spiegelt die allgemeine Perspektive von TERRE DES FEMMES wider und basiert nicht auf den Ergebnissen der vorliegenden Umfrage.

Pressekontakt:

GĂŒlin Erdogan
Mail: [email protected]
Tel: +49 (0)1724657554

Original-Content von: Bolt ĂŒbermittelt durch news aktuell

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