Analyse, Studie

Europas Wasserversorgung unter Druck: Lösungen aus der Praxis / Swecos neue Analyse zeigt, wie Wasserrisiken die langfristige WiderstandsfÀhigkeit in Deutschland und ganz Europa auf die Probe stellen

13.05.2026 - 11:52:35 | presseportal.de

Bremen - Nicht nur in Deutschland stehen die Wasserversorgungssysteme unter zunehmendem Druck - ganz Europa ist betroffen, da Überschwemmungen, Wasserknappheit und eine sinkende WasserqualitĂ€t immer hĂ€ufiger gleichzeitig auftreten. Swecos neue Studie zeigt, dass die Auswirkungen dieser Faktoren zusammen mit zu geringen Investitionen langfristige Risiken und Kosten verursachen, die in heutigen Preis- und Investitionsentscheidungen nicht berĂŒcksichtigt werden. Laut Sweco mĂŒssen diese Herausforderungen als ein zusammenhĂ€ngendes System bewĂ€ltigt werden, gestĂŒtzt auf eine langfristige Planung und gezieltere Investitionen.

Europas Wasserversorgung unter Druck: Lösungen aus der Praxis / Swecos neue Analyse zeigt, wie Wasserrisiken die langfristige WiderstandsfÀhigkeit in Deutschland und ganz Europa auf die Probe stellen - Foto: presseportal.de
Europas Wasserversorgung unter Druck: Lösungen aus der Praxis / Swecos neue Analyse zeigt, wie Wasserrisiken die langfristige WiderstandsfÀhigkeit in Deutschland und ganz Europa auf die Probe stellen - Foto: presseportal.de

Auf Basis europĂ€ischer Daten sowie der ingenieur- und architekturtechnischen Expertise von Sweco zeigt der Bericht "Zu viel, zu wenig, zu verschmutzt", wie klimabedingte Wetterextreme, diffuse Verschmutzung und eine alternde Infrastruktur schneller zusammenwirken, als dies in den derzeitigen Planungs- und Preismodellen berĂŒcksichtigt wird. Rund 20 Prozent der FlĂ€che Europas und 30 Prozent der Bevölkerung sind jedes Jahr von Wasserknappheit betroffen. Allein im Jahr 2024 verursachten Überschwemmungen SchĂ€den in Höhe von rund 18 Milliarden Euro und zogen mehr als 400.000 Menschen in Mitleidenschaft. Gleichzeitig sind 32 Prozent der GrundgewĂ€sser durch diffuse Verschmutzung, hauptsĂ€chlich aus der Landwirtschaft, belastet, und Schadstoffe wie Arzneimittel und "Ewigkeitschemikalien" (PFAS) werden mittlerweile in den meisten europĂ€ischen GewĂ€ssern nachgewiesen.

"Wasser ist das RĂŒckgrat resilienter StĂ€dte und die Bedeutung von Trinkwasserversorgung und Niederschlags- sowie Abwasserentsorgung wird in der Planung noch oft unterschĂ€tzt. Bei den wasserbezogenen Herausforderungen in Europa geht es nicht mehr um vereinzelte Ereignisse oder einzelne Regionen. Die Analyse von Sweco zeigt, dass Hochwasser, Wasserknappheit und Wasserverschmutzung als ein zusammenhĂ€ngendes System betrachtet werden mĂŒssen, da die Risiken sonst weiter zunehmen und die Wasserversorgungssicherheit, die öffentliche Gesundheit, die ZuverlĂ€ssigkeit der Infrastruktur sowie die wirtschaftliche StabilitĂ€t Europas gefĂ€hrden werden", sagt Demet Antakyali, Wasserexpertin bei Sweco.

Wasserkosten und InvestitionslĂŒcken

Eine zentrale Erkenntnis des Berichts ist die wachsende Kluft zwischen den tatsĂ€chlichen langfristigen Kosten fĂŒr Wasser und dem, was sich derzeit in den Wassertarifen und Investitionsentscheidungen widerspiegelt. Ein Großteil der europĂ€ischen Wasserinfrastruktur wurde vor Jahrzehnten fĂŒr ein anderes Klima und geringere Aufbereitungsanforderungen gebaut, und in vielen LĂ€ndern gehen rund 20 Prozent des aufbereiteten Wassers durch Leckagen verloren. Anhand von Preisdaten in Kombination mit technischen Kostenmodellen schĂ€tzt Sweco, dass die EinfĂŒhrung einer fortgeschrittenen Aufbereitung zur Entfernung von Mikroverunreinigungen die durchschnittlichen Wasserkosten um rund 6 Prozent* erhöhen wĂŒrde. Dabei sind die grĂ¶ĂŸten Auswirkungen in LĂ€ndern zu erwarten, in denen die Preise derzeit niedrig sind, wie beispielsweise Schweden, Irland und den Niederlanden.

"Die wahren Kosten von Wasser gehen weit ĂŒber die Wasserrechnung hinaus. Wenn kĂŒnftige HochwasserschĂ€den, Versorgungsunterbrechungen, strengere Vorschriften und Umweltzerstörung nicht frĂŒhzeitig berĂŒcksichtigt werden, steigen Risiken und Kosten im Laufe der Zeit. Doch es gibt Lösungen. In ganz Europa unterstĂŒtzt Sweco öffentliche und private Auftraggeber dabei, Wassersysteme durch langfristige Planung, risikobasierte Investitionen und integrierte AnsĂ€tze zu stĂ€rken, um die WiderstandsfĂ€higkeit zu erhöhen", sagt Mattias Salomonsson.

Sechs Maßnahmen fĂŒr mehr Wasserresilienz

Sweco hat sechs konkrete Maßnahmen fĂŒr nationale Behörden, Kommunen, Versorgungsunternehmen, Investoren und Versicherer identifiziert:

Diese AnsĂ€tze werden bereits europaweit umgesetzt, darunter sind z. B. fortschrittliche Abwasserbehandlung in Deutschland und Belgien, klimagerechte stĂ€dtische RĂ€ume in DĂ€nemark, zirkulĂ€re Regenwasserspeichersysteme in den Niederlanden, langfristige Planung zur DĂŒrreresilienz auf Jersey sowie Neubewertungen der Dammsicherheit und Hochwasserrisiken in Norwegen.

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Sources

ZusĂ€tzlich zu den oben genannten EurEau-Daten stĂŒtzt sich Sweco im gesamten Bericht auf folgende Quellen:

* Die Analyse von Sweco basiert auf einer Auswertung und Zusammenfassung öffentlich zugÀnglicher Daten, insbesondere einer Umfrage der EuropÀischen Vereinigung der nationalen VerbÀnde der Wasserversorger (EurEau) aus dem Jahr 2021, die die Situation in 29 EurEau-MitgliedslÀndern abdeckt. Sweco nutzte seine Erfahrungen mit der Entfernung von Mikroverunreinigungen in Deutschland, wandte diese auf die Kostendaten von EurEau an und leitete daraus eine grobe SchÀtzung der daraus resultierenden Wasserpreiserhöhung in Europa ab - bedingt durch den Ausbau der Abwasserbehandlung zur Entfernung von Mikroverunreinigungen.

Sweco plant und gestaltet die nachhaltigen StĂ€dte und Gemeinden der Zukunft. Mit dem kollektiven Wissen unserer 23.000 Architekt*innen, Ingenieur*innen und anderer Expert*innen arbeiten wir gemeinsam mit unseren Kunden daran, den grĂŒnen Wandel zu unterstĂŒtzen, das Potenzial der Digitalisierung bestmöglich zu nutzen und die WiderstandsfĂ€higkeit Europas zu stĂ€rken. Sweco ist der fĂŒhrende europĂ€ische Anbieter fĂŒr Architektur- und Ingenieurdienstleistungen mit einem Umsatz von rund 2,9 Mrd. EUR in 2025. Das Unternehmen ist im Nasdaq Stockholm gelistet.

www.sweco-gmbh.de

Pressekontakt:

Katrin Zeuschner
Head of Communications and Marketing
E-Mail: marketing@sweco-gmbh.de

Original-Content von: Sweco GmbH ĂŒbermittelt durch news aktuell

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