Studie, Verbraucher

Studie zeigt: Warum Verbraucher bislang selten zu GebrauchtgerÀten greifen

19.09.2024 - 09:15:00

Hannover - Die Sharing-MentalitĂ€t ist lĂ€ngst im Handel etabliert. Jedoch gibt es Produktgruppen, die ungern gebraucht gekauft werden. Darunter fallen auch ElektrogerĂ€te. Lediglich 28 Prozent der Bevölkerung haben schon einmal ein Elektro- oder HaushaltsgerĂ€t in gebrauchtem Zustand gekauft, wie eine deutschlandweit reprĂ€sentative Studie des Spezialversicherers Wertgarantie herausfand. Aus Nachhaltigkeitssicht wĂ€re es jedoch förderlich, wenn mehr Menschen statt neu zu kaufen auf Elektronik aus zweiter Hand setzen wĂŒrden. Ein QualitĂ€tslabel könnte ein wesentlicher Hebel sein, um die AttraktivitĂ€t von GebrauchtgerĂ€ten zu steigern.

Knapp drei Viertel der Deutschen haben noch nie ein gebrauchtes Elektro- oder HaushaltsgerĂ€t gekauft. Die GrĂŒnde dafĂŒr sind vielfĂ€ltig. In erster Linie möchten Verbraucher kein GerĂ€t erwerben, das bereits von jemand anderem genutzt wurde (35 %). Auch weiß ein Viertel der 2.100 in der Wertgarantie-Studie Befragten schlicht nicht, wo sie GebrauchtgerĂ€te in guter QualitĂ€t erwerben können. Jeder FĂŒnfte befĂŒrchtet vermeintliche QualitĂ€tsdefizite bei Elektronik aus zweiter Hand. 17 Prozent haben Bedenken, weil sie von schlechten Erfahrungen mit GebrauchtgerĂ€ten gehört haben. Und jeder Zehnte ist der Auffassung, dass sich Technik in gebrauchtem Zustand nicht versichern lĂ€sst. Das entspricht jedoch nicht der RealitĂ€t, wie Konrad Lehmann, Vorstand bei Wertgarantie, erklĂ€rt: "Wer glaubt, gebrauchte GerĂ€te können sich nicht versichern lassen, der irrt. Wir versichern sowohl neue GerĂ€te als auch gebrauchte und refurbished, also aufbereitete GerĂ€te. Ausschlaggebend fĂŒr die Beitragshöhe ist dabei nicht das Alter oder der Zustand des GerĂ€ts, sondern der ursprĂŒngliche Kaufpreis."

Am ehesten finden Waschmaschinen (23 %) und Smartphones (18 %) aus zweiter Hand einen neuen KÀufer. Wichtigste Quelle ist dabei das private Umfeld. Auch "Kleinanzeigen" wird hÀufig zum Kauf von gebrauchten GerÀten genutzt (42 %). Eine eher untergeordnete Rolle spielen Online-Shops, Fachhandel und Hersteller.

Das geringe Interesse an gebrauchter Elektronik ist ein Problem, denn der aus weggeworfenen GerĂ€ten entstehende Elektroschrott belastet Umwelt und Klima. Durch die Jagd nach der neuesten Technik mit verbesserten Features werden die Produktlebenszyklen immer kĂŒrzer. Am nachhaltigsten ist es jedoch, Produkte möglichst lange zu nutzen oder gebraucht zu kaufen.

Eine Möglichkeit, um das Vertrauen der Kunden in gebrauchte Elektronik zu stĂ€rken, könnte ein QualitĂ€tslabel sein. Denn die Wertgarantie-Studie zeigt auch: 64 Prozent der Deutschen wĂŒrden eher zu einem GebrauchtgerĂ€t mit einem anerkannten QualitĂ€tslabel greifen. "GebrauchtgerĂ€te werden aufgrund des geringeren Anschaffungspreises interessanter. Das belegt unsere Studie. Dies ist der richtige Zeitpunkt, um fĂŒr Verbraucher Anreize zu schaffen, verstĂ€rkt den Kauf von gebrauchten GerĂ€ten in den Blick zu nehmen. Ein QualitĂ€tslabel, das Aufschluss ĂŒber den Zustand und die FunktionalitĂ€t von GerĂ€ten gibt, hat großes Potenzial, den Second Hand Markt von Elektro- und HaushaltsgerĂ€ten attraktiver zu machen", ordnet Konrad Lehmann ein.

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