GroĂeinsatz der Polizei wegen heftiger SchlĂ€gerei in Berlin
06.09.2023 - 09:45:16Nach einer heftigen SchlÀgerei in Berlin-Neukölln ermittelt die Kriminalpolizei wegen Körperverletzung und schwerem Landfriedensbruch gegen acht TatverdÀchtige.
Die sieben MÀnner und eine Frau im Alter von 15 bis 54 Jahren sollen an der gewaltvollen Auseinandersetzung beteiligt gewesen sein, die sich am spÀten Dienstagabend in der High-Deck-Siedlung ereignete. Diese war zuletzt wegen der Silvester-Krawalle deutschlandweit in die Schlagzeilen geraten. Damals kam es zu Ausschreitungen, bei denen Beamte angegriffen wurden und ein Bus abbrannte.
Bei dem Vorfall am Dienstagabend sollen sich etwa 15 Personen geschlagen und getreten haben, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Den Angaben zufolge unterstĂŒtzten sie sich dabei durch lautes Zurufen. Rund 50 Feuerwehrleute sowie EinsatzkrĂ€ften der Hundertschaft der Polizei waren vor Ort. Es seien Hunde und Pfefferspray zum Einsatz gekommen, sagte ein Polizeisprecher.
Angriff mit BaseballschlÀger
Demnach schlug ein 25-JĂ€hriger einen am Boden knienden Mann im gleichen Alter mit einem BaseballschlĂ€ger auf dem Kopf. Der Verletzte fiel dadurch nach vorne und schlug mit dem Kopf auf den Asphalt. Ein 43 Jahre alter Beteiligter soll den Angaben zufolge einen 25-JĂ€hrigen, der verletzt am Boden saĂ, ins Gesicht getreten haben. AuĂerdem hĂ€tten zwei BrĂŒder im Alter von 23 und 26 Jahren sich mit einem weiteren Bruder-Paar (24 und 17) geschlagen. Insgesamt wurden drei MĂ€nner verletzt, zwei davon kamen ins Krankenhaus. Die acht TatverdĂ€chtigen wurden vorlĂ€ufig festgenommen.
Mehrere Beteiligte sind miteinander verwandt, wie ein Sprecher sagte. Ăber die genauen FamilienverhĂ€ltnisse konnte er zunĂ€chst keine Auskunft geben. Aus welchem Motiv die Beteiligten handelten und ob sie sich möglicherweise verabredet hatten, mĂŒssten die Ermittlungen zeigen.
Medienberichte, denen zufolge es auch Angriffe auf Polizeibeamte gegeben haben soll, konnte ein Sprecher zunÀchst nicht bestÀtigen. «Nach unseren Kenntnissen gab es keine Kolleginnen und Kollegen, die angegriffen oder verletzt wurden.»


