Hessen, Deutschland

Gruben-UnglĂŒck: Angehörige trauern vor Lederfabrik

17.04.2026 - 09:10:31 | dpa.de

Am Fabriktor hÀngen noch AbsperrbÀnder, Angehörige suchen Antworten. Der Stand am Morgen danach.

In Runkel trauern Angehörige um verstorbene Arbeiter. - Foto: Sascha Ditscher/dpa

Nach einem tödlichen Arbeitsunfall im mittelhessischen Runkel sind Angehörige der Verstorbenen vor der Lederfabrik eingetroffen. Ein Mann trauert um seinen Bruder, eine Frau will Antworten zum Tod ihres Mannes, wie eine dpa-Reporterin vor Ort berichtet. 

Bei dem UnglĂŒck in dem 9.500-Einwohner-StĂ€dtchen im Kreis Limburg-Weilburg sind am Donnerstagnachmittag drei Arbeiter im Alter von 38, 58 und 59 Jahren ums Leben gekommen. Zwei weitere MĂ€nner seien schwer verletzt worden, hatte das Landesinnenministerium mitgeteilt. Die Verletzten schwebten auch in der Nacht noch Lebensgefahr, wie die Polizei mitteilte. Am Morgen sprach eine Beamtin von einem kritischen Zustand. 

Am Tag nach dem UnglĂŒck erinnert vor Ort nur noch wenig an den Großeinsatz. Reste von einem Absperrband hĂ€ngen herab. Am Eingang weist ein Schild auf das nun 200-jĂ€hrige Bestehen der Firma hin.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen ĂŒbernommen. Das teilte in der Nacht das PolizeiprĂ€sidium Westhessen mit. Nun gehe es darum, die Todesursache der Opfer zu klĂ€ren. Im Zentrum der Ermittlungen stĂŒnden die Chemikalien in einer Grube, die nun untersucht werden mĂŒssten. 

Nach Angaben von Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) gehen die Behörden davon aus, dass es in der Grube der Gerberei zu einer Kohlenmonoxidvergiftung gekommen sei, die zum Tod der Arbeiter gefĂŒhrt habe.

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