Arbeitsunfall in Fabrik: Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei
17.04.2026 - 05:00:12 | dpa.deNach einem tödlichen Arbeitsunfall in einer Lederfabrik und Pelzgerberei im hessischen Runkel ĂŒbernimmt die Kriminalpolizei die Ermittlungen. Das teilte in der Nacht das PolizeiprĂ€sidium Westhessen mit. Nun gehe es darum, die Todesursache der Opfer zu klĂ€ren. Im Zentrum der Ermittlungen stĂŒnden die Chemikalien in einer Grube, die nun untersucht werden mĂŒssten.Â
Bei dem UnglĂŒck in dem 9500-Einwohner-StĂ€dtchen im Kreis Limburg-Weilburg sind am Donnerstagnachmittag drei Arbeiter ums Leben gekommen. Zwei weitere MĂ€nner seien schwer verletzt mit Rettungshubschraubern in KrankenhĂ€user gebracht worden, teilte das Landesinnenministerium mit. Die Verletzten schweben in Lebensgefahr. Rund 150 RettungskrĂ€fte von Polizei, Feuerwehr und Gefahrenabwehr waren zeitweise im Einsatz.Â
Nach Angaben von Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) gehen die Behörden davon aus, dass es in der Grube der Gerberei zu einer Kohlenmonoxidbildung gekommen sei, die zum Tod der Arbeiter gefĂŒhrt habe. Nach ersten Erkenntnissen waren sie nacheinander in die Grube gestiegen und dort verunglĂŒckt.Â
Spezialisten untersuchen Chemikalien
Die Toten und Verletzten seien am spĂ€ten Nachmittag aus einer AuffangklĂ€rgrube der Gerberei geborgen worden. Sie waren von einem Mitarbeiter der Firma aufgefunden worden. Mit welchen Chemikalien sie genau in BerĂŒhrung gekommen seien, mĂŒsse noch ermittelt werden, berichtete Kreisbrandmeister RenĂ© Schultheis. Dazu wĂŒrden nun nach Angaben der Polizei Spezialisten hinzugezogen.
Da in dem betroffenen Betrieb mit verschiedenen Chemikalien gearbeitet werde, seien die EinsatzkrÀfte, die unmittelbar mit den verletzten Personen in Kontakt standen, am Abend dekontaminiert und vorsorglich einem Arzt vorgestellt worden. Davon waren etwa 45 bis 50 EinsatzkrÀfte betroffen.
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