Ministerin: SchĂŒler haben MĂ€dchen wohl das Leben gerettet
Veröffentlicht: 09.07.2026 um 14:24 Uhr, dpa.deNach der mutmaĂlichen Amoktat im oberbayerischen Schongau hat Kultusministerin Anna Stolz (Freie WĂ€hler) das betroffene Gymnasium besucht und der Schulfamilie dort jede erdenkliche UnterstĂŒtzung zugesichert. Zugleich bedankte sie sich ganz speziell bei den zwei LehrkrĂ€ften, die den mutmaĂlichen TĂ€ter ĂŒberwĂ€ltigten, und bei den SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern, die den beiden schwer verletzen MĂ€dchen sofort zu Hilfe eilten.
«Eines der MĂ€dchen wĂ€re sehr wahrscheinlich verblutet, wenn sie das nicht gemacht hĂ€tten. Also die haben ihr wahrscheinlich das Leben gerettet», sagte Stolz der Deutschen Presse-Agentur. «Das sind echte Helden fĂŒr mich.»
Stolz traf sich an der Schule zu einem GesprĂ€ch mit Schulleitung, LehrkrĂ€ften und Eltern. «Ich bin zutiefst schockiert und bestĂŒrzt ĂŒber diese schreckliche Tat, und meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen, bei den schwer verletzten SchĂŒlerinnen, denen ich von ganzem Herzen vollstĂ€ndige Genesung wĂŒnsche», sagte sie unmittelbar nach dem Besuch an der Schule.
Stolz: UnterstĂŒtzung jetzt und im kommenden Schuljahr
«Ich habe der Schulfamilie jede UnterstĂŒtzung zugesagt, die es jetzt braucht, und zwar jetzt in diesen so schweren Tagen, aber eben auch darĂŒber hinaus, insbesondere im nĂ€chsten Schuljahr, weil es sehr viel Zeit brauchen wird, diese unfassbare Tat in der Schulfamilie aufzuarbeiten.» Diese Zusage gelte nicht nur fĂŒr das Gymnasium, sondern fĂŒr alle Schulen auf dem Campus in Schongau.Â
«Aktuell haben wir hier ein Kriseninterventionsteam von uns vor Ort, vor allem zur psychologischen Beratung», berichtete Stolz. «Und wir werden im kommenden Schuljahr dann, wenn nötig, der Schulfamilie des Gymnasiums, aber eben auch der anderen Schulen auf dem Campus, weiteres Personal zur VerfĂŒgung stellen.» Die Ministerin betonte: «Wir stehen hier als Schulfamilie eng zusammen mit den LehrkrĂ€ften und mit den SchĂŒlern.» Sie dankte den EinsatzkrĂ€ften, der Schulfamilie und der Schulleitung, die in dieser so schwierigen Situation professionell gehandelt hĂ€tten.
