Explosion in Monaco: Ukrainerin aus Deutschland verdÀchtigt
03.07.2026 - 12:38:30 | dpa.de
Nach der Explosion in Monaco mit Schwerverletzten suchen die Behörden eine Ukrainerin mit Wohnsitz in Deutschland. Anders als zunÀchst gedacht, handle es sich bei der verdÀchtigen Person um eine Frau und nicht um einen Mann, sagte Morgan Raymon von der Staatsanwaltschaft Monaco. Die VerdÀchtige, die sich als Mann verkleidet hatte, werde mit internationalem Haftbefehl gesucht.
«Nach ersten Erkenntnissen und Ermittlungen der monegassischen Strafverfolgungsbehörden hatten sich BezĂŒge nach Hessen ergeben», teilte das Landeskriminalamt (LKA) Hessen mit. Am Donnerstag sei im Rahmen eines Rechtshilfeersuchens eine von der 39 Jahre alten Ukrainerin angemietete Wohnung im Main-Taunus-Kreis durchsucht worden. «Des Weiteren wurde ein von ihr genutztes Fahrzeug durchsucht und sichergestellt.»Â
Die Frau stehe im Verdacht, an der Tat beteiligt gewesen zu sein, schrieb das LKA. Beweismittel seien an die monegassischen Behörden ĂŒbergeben worden. «Die gesuchte Frau befindet sich aktuell auf der Flucht.»
Drei Schwerverletzte bei Explosion
Am Montagabend hatte es am Eingang eines WohngebĂ€udes eine heftige Explosion in Monaco gegeben. Drei Menschen wurden dabei schwer verletzt. Zuvor hatte eine Person dort den Angaben nach ein Paket abgelegt, spĂ€ter war sie geflohen. Ermittelt werde wegen versuchter Tötung und einer Sprengstoffstraftat.Â
Die Ermittler gehen davon aus, dass die VerdĂ€chtige nicht alleine gehandelt hat. Zwischenzeitlich nahmen sie zwei MĂ€nner fest. Weil diese aber wohl nicht aktiv an der Tat beteiligt waren, kamen sie wieder frei.Â
Zur IdentitÀt der Opfer hatte die Staatsanwaltschaft keine Angaben gemacht. Nach Medienberichten in Monaco, Frankreich und der Ukraine soll es sich um einen ukrainischen Oligarchen, seine Ehefrau und einen Sohn des Paares handeln.
