Studie offenbart WissenslĂŒcke: Deutschland kennt die Risiken des Rauchens, unterschĂ€tzt aber massiv die Alternativen
23.04.2026 - 08:55:00 | presseportal.de
Die Ergebnisse des Reports zeigen eine deutliche Diskrepanz zwischen angenommenem und tatsĂ€chlichem Wissen: WĂ€hrend 94,6 Prozent der Befragten Zigaretten als schĂ€dlich einstufen, gibt es bei der Bewertung von Tabakalternativen wie E-Zigaretten oder Nikotinbeuteln deutliche WissenslĂŒcken.
Besonders deutlich wird das beim Vergleich der Risiken: 74,7 Prozent der Deutschen halten Vaping fĂŒr genauso schĂ€dlich wie oder schĂ€dlicher als Rauchen â ein Wert auf dem Niveau der USA (73%), aber deutlich höher als in GroĂbritannien (59%). Bei Nikotinbeuteln liegt dieser Anteil in Deutschland mit 69,4 Prozent ebenfalls sehr hoch und ĂŒber den Vergleichswerten aus den USA (60,6%) und dem Vereinigten Königreich (45%). Gleichzeitig glauben 73,5 Prozent der Befragten, dass Nikotin Krebs verursacht â auch hier liegt Deutschland ĂŒber den Werten in den USA und GroĂbritannien (64,9% bzw. 60%). Weitere Details und den vollstĂ€ndigen Report finden Sie hier.
âNach heutigem wissenschaftlichem Stand ist das falschâ, kommentiert Markus Lindblad, Deutschland-Sprecher und Head of External Affairs bei Haypp. âNicht das Nikotin verursacht Krebs, sondern der beim Verbrennen von Tabak entstehende Rauch mit seinen vielen tausend Chemikalien, darunter zahlreiche krebserregende Stoffe.â
Rauchfreie Alternativen wie E-Zigaretten oder Nikotinbeutel sind deshalb nicht risikofrei, werden von Behörden und Fachinstitutionen jedoch grundsÀtzlich als weniger schÀdlich als Zigaretten eingeordnet, weil bei ihnen keine Verbrennung stattfindet und damit viele der besonders gefÀhrlichen Schadstoffe nicht Weise entstehen.
GefĂŒhltes Wissen vs. RealitĂ€t
AuffĂ€llig ist auch die Diskrepanz zwischen Selbstwahrnehmung und tatsĂ€chlichem Wissensstand: 67,1 Prozent der Befragten in Deutschland geben an, sich gut oder eher gut ĂŒber Nikotinprodukte informiert zu fĂŒhlen. Gleichzeitig beantworten sie zentrale Fragen zu den Produktkategorien aber oft falsch.
So glaubt beispielsweise mehr als die HĂ€lfte der Befragten, dass Vaping mehr Chemikalien freisetzt als das Rauchen, und knapp die HĂ€lfte ist der Meinung, dass Nikotinbeutel oder Snus Mundkrebs verursachen. Auch medizinisch etablierte Nikotinersatzprodukte werden hĂ€ufig falsch eingeordnet: Ein erheblicher Teil der Befragten hĂ€lt Nikotinkaugummis oder -pflaster fĂŒr genauso schĂ€dlich oder schĂ€dlicher als Zigaretten.
âDeutschland hat kein Erkenntnisproblem beim Rauchen â sondern WissenslĂŒcken bei den Alternativenâ, so Lindblad. âDas ist kontraproduktiv, weil so der Reiz zum Wechsel fehlt. Im Grunde ist das gesundheitsschĂ€dlich!â
GefĂ€hrlicher Trend: Rauchen ist unter jungen Erwachsenen wieder âinâ
Die Studie zeigt auch deutliche Unterschiede zwischen Altersgruppen. Vor allem junge Erwachsene zwischen 18 und 34 Jahren weisen hohe Fehlwahrnehmungen auf. Gleichzeitig nehmen sie Rauchen hĂ€ufiger als gesellschaftlich akzeptiert oder sogar als âinâ wahr. So stimmen 26,4 Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland der Aussage zu, dass Rauchen wieder in Mode sei â mehr als in den USA (16,6%) und auch ĂŒber dem Niveau GroĂbritanniens (22%).
In den jĂŒngeren Altersgruppen liegt dieser Wert nochmal deutlich höher: In Deutschland sind es 35,5 Prozent der 18- bis 24-JĂ€hrigen und 36,8 Prozent der 25- bis 34-JĂ€hrigen. Ăhnliche Entwicklungen zeigen sich auch international, teils sogar noch ausgeprĂ€gter â etwa in GroĂbritannien, wo 51 Prozent der 18- bis 24-JĂ€hrigen Rauchen als âinâ wahrnehmen.
Lindblad: âDamit treffen zwei Entwicklungen aufeinander: eine steigende kulturelle Sichtbarkeit des Rauchens und eine verzerrte Wahrnehmung der Risiken alternativer Produkte.â
Informationsquellen im Fokus
Als wichtigste Informationsquelle nennen die Befragten Nachrichtenmedien (37,3 Prozent), gefolgt von Freunden und Familie sowie medizinischen Websites. In den USA und in GroĂbritannien sind die Zahlen Ă€hnlich. Trotz dieser breiten Informationsbasis fehlt es in allen drei MĂ€rkten an einem klaren VerstĂ€ndnis der relativen Risiken. Das deutet darauf hin, dass weniger die Menge an Informationen als vielmehr ihre QualitĂ€t und Einordnung entscheidend sind.
Fazit: AufklĂ€rung ĂŒber Alternativen bleibt entscheidend
Die Ergebnisse des Reports zeigen ein klares Muster: Deutschland ist ĂŒber die Gefahren des Rauchens gut informiert â jedoch nicht ĂŒber die Unterschiede zwischen verschiedenen Nikotinprodukten. FĂŒr eine effektive Gesundheitskommunikation bedeutet das: Neben der AufklĂ€rung ĂŒber die Risiken des Rauchens braucht es vor allem ein besseres VerstĂ€ndnis der relativen Risiken. Nur so können informierte Entscheidungen ĂŒber das Rauchen und seine Alternativen getroffen werden.
Hier finden Sie den vollstĂ€ndigen â Nicotine Product Harm Perception Report 2026â.
Methodik
Die Ergebnisse des âNicotine Product Harm Perception Report 2026â basieren auf einer quantitativen Online-Befragung von 2.000 Personen ab 18 Jahren in Deutschland, den USA und GroĂbritannien. Die Studie wurde im MĂ€rz 2026 von Censuswide im Auftrag von Haypp durchgefĂŒhrt und ist bevölkerungsreprĂ€sentativ nach Alter, Geschlecht und Region.
Ăber Haypp
Die Haypp Group ist Vorreiter beim globalen Ăbergang vom Rauchen zu risikoĂ€rmeren Produktalternativen. Mit ihren UrsprĂŒngen in Skandinavien und ihrer umfassenden Erfahrung aus wegweisenden MĂ€rkten fĂŒr rauchfreie Alternativen nutzt Haypp sein regulatorisches Fachwissen und seine FĂŒhrungsposition im E-Commerce, um ĂŒber 1,1 Millionen Verbraucherinnen und Verbraucher einen ĂŒberzeugenden Mehrwert zu bieten. Mit elf verschiedenen E-Commerce-Marken ist die Gruppe in sechs LĂ€ndern in Europa und den USA vertreten.
Pressekontakt fĂŒr RĂŒckfragen:
Lisa Hottes
Head of PR & External Affairs DACH
E-Mail lisa.hottes@hayppgroup.com
Original-Content von: Haypp ĂŒbermittelt durch news aktuell
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
