Herbstanfang: Neun Gründe, warum viele die Jahreszeit jetzt begrüßen
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 06:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWSMit kürzeren Tagen, kühleren Nächten und buntem Laub beginnt eine Jahreszeit, die viele Menschen aus mehreren Gründen willkommen heißen.
Erholsamer schlafen
Im Sommer kann fehlende nächtliche Abkühlung den Schlaf erschweren. Eine Tropennacht liegt nach Definition des Deutschen Wetterdienstes vor, wenn die Temperatur nicht unter 20 Grad sinkt. Im Herbst sorgen niedrigere Temperaturen häufiger für bessere Schlafbedingungen; Schlafexperten nennen 16 bis 18 Grad als günstigen Bereich.
Bessere Bedingungen für Sport
Joggen, Radfahren und Wandern können bei moderaten Temperaturen angenehmer sein als bei großer Hitze. Auswertungen vieler Marathonläufe zeigen, dass steigende Temperaturen die Laufleistung beeinträchtigen können. Bewegung im Freien kann zudem die Stimmung heben und Stress abbauen.
Weniger Wespen und Mücken
Wespenvölker lösen sich zwischen August und Oktober auf. Bei warmem Wetter können Gemeine und Deutsche Wespen jedoch bis in den Herbst hinein an Kaffeetafeln und auf der Suche nach Süßem auftauchen. Stechmücken werden bei sinkenden Temperaturen träger, fliegen weniger und ziehen sich in geschützte Verstecke zurück.
Farben und warme Küche
Blätter färben sich gelb, rot und orange; Nebel und tief stehende Sonne prägen viele Landschaften. Gleichzeitig kommen Suppen, Eintöpfe, Ofengemüse und warme Frühstücke wieder häufiger auf den Tisch. Entscheidend für den gesundheitlichen Wert einer Mahlzeit bleiben die Zutaten, nicht ihre Temperatur.
Mehr Auswahl im Kleiderschrank
Strick, Jacken, Schals, Mäntel und Stiefel kehren in den Alltag zurück. Funktionale Kleidung schützt vor wechselhaftem Wetter und lässt sich flexibel kombinieren.
Sonne wird kostbarer
Im langjährigen Mittel sinkt die Zahl der Sonnenstunden in Deutschland von rund 225 im Juli auf etwa 108 im Oktober. Sonnige Herbsttage werden dadurch stärker als besondere Gelegenheit wahrgenommen.
Lange Abende und frühe Weihnachtsvorfreude
Wenn es morgens später hell und abends früher dunkel wird, bleibt mehr Zeit für Bücher, Gespräche, Spiele oder gemütliche Stunden zu Hause. In den Geschäften beginnt zudem schon im Spätsommer der Verkauf von Spekulatius und Lebkuchen. Herbstdekoration mit Laubkränzen und Zierkürbissen ergänzt das saisonale Angebot.
Der kalendarische Wechsel kommt
Der astronomische Herbst beginnt 2026 am 23. September um 2.06 Uhr. Der Übergang verändert das Wetter nicht schlagartig: In Deutschland können milde Tage, kühle Nächte, Nebel, Regen und sonnige Phasen nebeneinander auftreten.
Aktuelle Wetterberichte zeigen diese Spannweite bereits. Während im Norden zeitweise Wind, Regen und Gewitter erwartet werden, bleibt es im Süden deutlich milder und sonniger. Für den Alltag bedeutet das: Herbstliche Aktivitäten bleiben gut möglich, verlangen aber mehr Planung als im stabilen Hochsommer.
Wetter beeinflusst Schlaf und Bewegung
Kühlere Nächte können das Schlafen erleichtern, weil der Körper Wärme besser abgeben kann. Als günstiger Bereich für das Schlafzimmer gelten etwa 16 bis 18 Grad. Bei wechselhaftem Wetter helfen flexible Kleidung und ein Blick auf regionale Vorhersagen, wenn Sport, Radfahren oder Spaziergänge geplant sind.
Mehr als Stimmung und Farben
Der Herbst bringt außerdem praktische Veränderungen. Wespenvölker lösen sich im Verlauf der Saison auf, einzelne Tiere bleiben bei Wärme jedoch aktiv. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Sonnenstunden im langjährigen Mittel deutlich: Das macht Tageslicht und Bewegung im Freien besonders wertvoll. Mit früher einsetzender Dunkelheit gewinnen schließlich Beleuchtung, Sichtbarkeit im Straßenverkehr und ein angepasster Tagesrhythmus an Bedeutung.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
WDR: „Jetstream beeinflusst NRW-Wetter : Ist der Sommer jetzt vorbei?“ (20.09.2026)
Der Bericht beschreibe zum Herbstanfang kühlere Luft, stürmische Böen und wechselhaftes Wetter in Nordrhein-Westfalen. Anders als die dpa-Meldung, die die angenehmen Seiten der Jahreszeit hervorhebe, richte er den Blick auf den Einfluss des Jetstreams und die Frage, wie stabil die Wetterlage werde.
Berliner Zeitung: „Bis 70 km/h in Berlin, 24 Grad in München: So ungerecht ist das Wetter heute“ (20.09.2026)
Der Artikel schildere deutliche regionale Unterschiede mit Sturm und Graupel im Norden sowie sommerlicher Wärme im Süden. Er bestätige den bevorstehenden Herbstbeginn, setze den Schwerpunkt jedoch auf konkrete Gefahren durch Wind und die Frage, wie schnell die Temperaturen bis zur Wochenmitte zurückgingen.
Beide Berichte stimmten darin überein, dass der Herbstanfang mit wechselhaftem Wetter einhergehe; Unterschiede ergäben sich vor allem beim regionalen Blick und bei der Gewichtung von Wetterrisiken gegenüber den saisonalen Vorzügen.
