Niedersachsen, Deutschland

VerdĂ€chtiger im Fall Maddie fĂŒnf Jahre mit Fußfessel

17.09.2025 - 15:03:54

Der Mann, den Ermittler im Fall des verschwundenen MĂ€dchens Maddie unter Mordverdacht haben, ist aus der Haft entlassen. In Freiheit gelten fĂŒr ihn aber Auflagen.

  • Blick auf die Justizvollzugsanstalt Sehnde in der Region Hannover.  - Foto: Moritz Frankenberg/dpa

    Moritz Frankenberg/dpa

  • Ein Mannschaftswagen steht vor der JVA.  - Foto: Michael Matthey/dpa

    Michael Matthey/dpa

Blick auf die Justizvollzugsanstalt Sehnde in der Region Hannover.  - Foto: Moritz Frankenberg/dpaEin Mannschaftswagen steht vor der JVA.  - Foto: Michael Matthey/dpa

Nach seiner Haftentlassung muss der im Fall Maddie VerdĂ€chtige eine Fußfessel tragen. Diese Vorgabe im Rahmen der FĂŒhrungsaufsicht gelte fĂŒr die nĂ€chsten fĂŒnf Jahre, teilte die Staatsanwaltschaft Braunschweig auf Anfrage mit. Zuvor hatte der «Spiegel» ĂŒber den Beschluss des Landgerichts Hildesheim berichtet. Die Verteidiger des 48-JĂ€hrigen hatten daraufhin angekĂŒndigt, dagegen vorzugehen. 

Die Fußfessel trug der mehrmals Vorbestrafe nach Angaben der Staatsanwaltschaft Braunschweig beim Verlassen der Justizvollzugsanstalt im niedersĂ€chsischen Sehnde. Dort hatte am Morgen ein Polizeisprecher bestĂ€tigt, dass der Deutsche das GefĂ€ngnis verlassen habe. Er hat eine GefĂ€ngnisstrafe, zu der er 2019 vom Landgericht Braunschweig im Wesentlichen wegen schwerer Vergewaltigung verurteilt worden war, abgesessen.

Neben der Fußfessel bekommt der 48-JĂ€hrige einen BewĂ€hrungshelfer, mit dem er mindestens einmal im Monat Kontakt halten muss, wie die Braunschweiger Strafverfolger weiter mitteilten. Des Weiteren mĂŒsse er einen Wechsel seines Wohn- oder Aufenthaltsortes vorher dem Gericht mitteilen und Zustimmung einholen. Sollte er gegen diese Auflagen verstoßen, drohe eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren, hieß es von der Staatsanwaltschaft. 

Im Fokus ist der mehrmals vorbestrafte SexualstraftÀter seit einigen Jahren, weil deutsche Ermittler ihn im Fall Madeleine McCann unter Mordverdacht haben. Sein Verteidiger sprach mit Blick auf die VerdÀchtigungen öffentlich von einer «massiven Vorverurteilungskampagne». Es gibt keine Anklage in dem Komplex, und es gilt die Unschuldsvermutung.

@ dpa.de

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