Airline streikt - Termin im Block-Prozess fÀllt aus
13.04.2026 - 13:58:38 | dpa.de
Ein Streik bei einer Fluggesellschaft fĂŒhrt zu einem Terminausfall im Hamburger Block-Prozess. Zwei der sieben Angeklagten befĂ€nden sich im Ausland und könnten aufgrund eines Flugstreiks nicht zu der Hauptverhandlung am Dienstag erscheinen, erklĂ€rte eine Gerichtssprecherin. Ob es dabei um den aktuellen Streik der Lufthansa-Piloten geht, blieb unklar.
Das Landgericht hatte geplant, eine weitere Kriminalbeamtin als Zeugin zu vernehmen. Die Strafkammer hat bereits mehrere Kripobeamte befragt. Die fĂŒr das Verfahren entscheidenden Vernehmungen von weiteren Beschuldigten aus Israel können wegen des Iran-Kriegs derzeit nicht stattfinden.Â
Hauptangeklagte ist Christina Block (52). Die Hamburger Unternehmerin soll eine israelische Sicherheitsfirma beauftragt haben, zwei ihrer Kinder vom Wohnort ihres Ex-Manns in DĂ€nemark zu entfĂŒhren. Der damals zehnjĂ€hrige Junge und das 13-jĂ€hrige MĂ€dchen waren in der Silvesternacht 2023/24 gewaltsam nach SĂŒddeutschland gebracht worden. Ihre Mutter holte sie von dort nach Hamburg. Die Tochter des GrĂŒnders der Steakhaus-Kette «Block House», Eugen Block, bestreitet, den Auftrag zur EntfĂŒhrung erteilt zu haben.Â
Sechs weitere Angeklagte
In dem aktuellen Verfahren gibt es sechs weitere Angeklagte. Darunter ist Blocks LebensgefĂ€hrte, der Ex-Sportmoderator Gerhard Delling (66). Auch er bestreitet, etwas Unrechtes getan zu haben. Angeklagt sind ferner ein Israeli, der seine Beteiligung an der EntfĂŒhrung gestanden hat, der Anwalt der Block-Familie, Andreas Costard, der GeschĂ€ftsfĂŒhrer einer Hamburger Sicherheitsfirma sowie eine Verwandte von Christina Block und deren Ehemann.
Der nÀchste Verhandlungstermin soll am kommenden Montag (20. April) nach dann dreiwöchiger Unterbrechung stattfinden.
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