Brasilien, UnfÀlle

Neue Festnahmen nach tödlichem Rope-Jump in Brasilien

21.06.2026 - 18:15:19 | dpa.de

Die Ermittlungen zu einem tödlichen Rope-Jumping-Unfall in Brasilien haben zu weiteren Festnahmen gefĂŒhrt. Eine wichtige Spur bleibt dabei weiterhin verschwunden.

Die brasilianische Polizei hat weitere VerdÀchtige festgenommen. (Illustration) - Bild: Nicole Becker/dpa
Die brasilianische Polizei hat weitere VerdÀchtige festgenommen. (Illustration) - Bild: Nicole Becker/dpa

Eine Woche nach dem tödlichen Rope-Jumping-Unfall einer jungen Frau in Brasilien hat die Polizei drei weitere VerdĂ€chtige festgenommen. «Im Verlauf der Ermittlungen wurden Hinweise auf eine mögliche UnterdrĂŒckung von fĂŒr die Ermittlungen relevanten Beweisen zusammengetragen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Verschwinden des von dem Opfer beim Sprung verwendeten AufnahmegerĂ€ts», teilte die ermittelnde Polizeichefin AndrĂ©a Levy mit. 

Nach Angaben der Polizei gehören die Festgenommenen zum Team, das fĂŒr die Organisation und DurchfĂŒhrung des Sprungs verantwortlich gewesen sein soll. Gegen die drei VerdĂ€chtigen - eine 29-jĂ€hrige Frau sowie zwei MĂ€nner im Alter von 25 und 27 Jahren - wurden befristete Haftbefehle fĂŒr zunĂ€chst fĂŒnf Tagen erlassen. Zudem genehmigte ein Gericht Durchsuchungen und Beschlagnahmungen von Mobiltelefonen, elektronischen GerĂ€ten und weiteren Beweismitteln. 

Die Ermittler erklĂ€rten, es gebe auch Hinweise darauf, dass nach dem UnglĂŒck möglicherweise digitale Inhalte gelöscht worden seien. Die Ermittlungen finden statt wegen des Verdachts, dass die Verantwortlichen den Tod der Frau bewusst in Kauf genommen haben könnten. Zudem prĂŒfen die Behörden den Verdacht einer möglichen Prozessmanipulation. 

Tödlicher Fehler beim Sprung 

Die junge Frau war am 13. Juni von der stillgelegten Ponte do Esqueleto zwischen den StĂ€dten Limeira und CordeirĂłpolis im Bundesstaat SĂŁo Paulo rund 40 Meter in die Tiefe gestĂŒrzt. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie Mitarbeiter des Veranstalterteams sie von der Absprungplattform stoßen, obwohl das Sicherungsseil unbefestigt auf der Plattform liegen geblieben war. 

Die drei Instruktoren, die am Unfalltag festgenommen worden waren, befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft. Das Team konnte bislang nicht erklÀren, wie es zu dem tödlichen Fehler kam. 

Verschwundene Kamera im Fokus 

FĂŒr RĂ€tsel sorgt seit Tagen das Verschwinden der Kamera, die die 21-JĂ€hrige beim Sprung bei sich getragen hatte. Die Polizei sucht weiterhin nach dem GerĂ€t, das als wichtiger Baustein zur Rekonstruktion des Geschehens gelte, hieß es. Ein Augenzeuge berichtete laut dem Nachrichtenportal «G1», er habe nach dem Aufprall beobachtet, wie ein Mitarbeiter des Veranstalterteams das GerĂ€t vom Körper der VerunglĂŒckten entfernt habe.

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