Rheinland-Pfalz, Deutschland

Zugbegleiter stirbt bei Angriff – «fassungslos und traurig»

04.02.2026 - 10:36:55

Ein Fahrgast kann in einem Regionalzug keinen Fahrschein vorweisen. Dann eskaliert die Situation. Die Verletzungen, die er einem Zugbegleiter zufügt, sind tödlich.

  • Die Polizei nahm den Angreifer fest. (Symbolbild) - Foto: Katharina Kausche/dpa

    Katharina Kausche/dpa

  • DB-Chefin Evelyn Palla ist entsetzt über den Angriff. (Archivbild) - Foto: Hannes P Albert/dpa

    Hannes P Albert/dpa

Die Polizei nahm den Angreifer fest. (Symbolbild) - Foto: Katharina Kausche/dpaDB-Chefin Evelyn Palla ist entsetzt über den Angriff. (Archivbild) - Foto: Hannes P Albert/dpa

Nach dem Angriff auf einen Zugbegleiter bei einer Ticketkontrolle in Rheinland-Pfalz ist der Mann nach Angaben der Deutschen Bahn an seinen Verletzungen gestorben. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatte ein 26-Jähriger den 36 Jahre alten Bahnmitarbeiter am Montagabend angegriffen, als der Regionalexpress den Bahnhof Landstuhl im Kreis Kaiserslautern verlassen hatte. 

Da der 26-Jährige keinen Fahrschein vorzeigen konnte, sollte er des Zuges verwiesen werden – daraufhin kam es laut Polizei zum Angriff. Der Zugbegleiter wurde demnach vor Ort reanimiert. Fahrgäste leisteten Erste Hilfe und alarmierten die Polizei.

Der zunächst lebensgefährlich Verletzte wurde in ein Krankenhaus gebracht. Einsatzkräfte der Landespolizei des Saarlandes und der Bundespolizei nahmen den Tatverdächtigen fest. Die Kriminaldirektion Kaiserslautern ermittelt zu den Hintergründen des Geschehens und zum Tatablauf.

Bei dem mutmaßlichen Täter handele es sich um einen Griechen ohne Wohnsitz in Deutschland, sagte eine Polizeisprecherin. Der 26-Jährige sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Zum genauen Tathergang lagen zunächst keine näheren Angaben vor. «Zur Tatwaffe oder möglichen Tatwerkzeugen können wir nichts sagen», sagte die Sprecherin. 

DB-Chefin: Schwarzer Tag

Die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Evelyn Palla, schrieb in einem Beitrag auf der Plattform Linkedin, der Tod des Mitarbeiters mache sie «fassungslos und traurig». «Wir alle bei der Deutsche Bahn verurteilen diesen schrecklichen Gewaltexzess und den völlig sinnlosen Tod des Kollegen aufs Schärfste. Wir alle müssen uns die Frage stellen, warum es immer wieder zu solchen Gewaltausbrüchen kommt.» Es sei ein schwarzer Tag für alle Eisenbahnerinnen und Eisenbahner, ihr tiefes Mitgefühl gelte seinen Angehörigen, Freunden und Kollegen.

@ dpa.de

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